Direkt zum Inhalt

Rob Jetten in New York Ministerpräsident der Niederlande besucht LGBTIQ+-Archiv

Von ms - 25.09.2026 - 09:00 Uhr
Rob Jetten in New York
Foto: IMAGO / ANP
ANZEIGE
Loading audio player...

Der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten (39) und New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani (34) haben gemeinsam ein historisches LGBTIQ+-Archiv und Gemeindezentrum in Manhattan besucht. Bei dem Termin informierten sie sich über die Sammlung des Lesbian, Gay, Bisexual & Transgender Community Center und kamen mit jungen Menschen ins Gespräch, die Angebote der Einrichtung nutzen. Zudem besuchte Jetten auch das Stonewall Inn, jene Bar, die im Zentrum der Stonewall Aufstände 1969 stand und den Beginn der modernen Pride-Bewegung markiert. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten und New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani besuchten ein LGBTIQ+-Archiv und Gemeindezentrum in Manhattan.
  • Jetten hält sich wegen der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York auf und besuchte zuvor bereits das Stonewall Inn.
  • Er betonte, dass die Emanzipation der LGBTIQ+-Gemeinschaft niemals endet.
  • Im Lesbian, Gay, Bisexual & Transgender Community Center trafen die Politiker junge LGBTIQ+-Menschen und informierten sich über das historische Archiv.
  • Jetten erklärte dabei, weltweit müsse für die LGBTIQ+-Gemeinschaft noch viel getan werden.
  • Jugendliche berichteten, welche Bedeutung die Angebote des Zentrums für ihr Leben haben.

Besuch im Stonewall Inn 

Jetten, der jüngste und erste offen schwule Ministerpräsident der Niederlande, hält sich derzeit anlässlich der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York auf. Besuche von Einrichtungen mit Bedeutung für die LGBTIQ+-Gemeinschaft sind dabei ein sichtbarer Bestandteil seiner Reise. Beim Besuch des Stonewall Inn betonte der 39-Jährige: „Wir stehen auf den Schultern großartiger Menschen, die genau hier diesen Kampf für gleiche Rechte begonnen haben. Man darf sich allerdings nicht darauf beschränken, sich über einen solchen historischen Moment zu freuen. Man muss verstehen, dass die Emanzipation einer Gemeinschaft niemals endet, und sich bewusst sein, welche neuen Bedrohungen auf unsere Gemeinschaft zukommen werden. Historische Orte wie dieser sind wichtig, und wir werden dafür sorgen, dass wir niemals aufgeben.“

Treffen mit jungen Menschen 

Kurz darauf nahm Jetten an einem Empfang des LGBTQ Victory Institute teil, einer gemeinnützigen Organisation, die politische LGBTIQ+-Kandidaten im ganzen Land unterstützt. Tags darauf besuchte er das LGBTIQ+-Archiv des Community Centers zusammen mit Bürgermeister Mamdani. Dort ließen sie sich historische Materialien zeigen. Zudem trafen sie junge Menschen, die an den Programmen des Zentrums teilnehmen. Jetten lobte die Arbeit der Einrichtung und zog Parallelen zu Bemühungen in den Niederlanden, LGBTIQ+-Geschichte in Museumsausstellungen zu dokumentieren. „Es geht darum, die Vielfalt der Gemeinschaft zu feiern, aber auch allen Besuchern zu vermitteln, dass weltweit noch sehr viel Arbeit getan werden muss“, sagte er. Die jungen Teilnehmer präsentierten den Politikern dabei eigene Kunstwerke. Die Arbeiten wurden in das Archiv des Zentrums aufgenommen und sollen dort langfristig erhalten bleiben. Die Jugendlichen berichteten zudem, dass die Angebote und Ressourcen der Einrichtung ihr Leben positiv beeinflusst hätten.

Mamdani betont Bedeutung 

Auch Mamdani hob die Bedeutung des Ortes hervor. „Es ist wirklich schön zu hören, wie ihr alle über die Bedeutung dieses Ortes sprecht und darüber, dass hier in diesem Zentrum eine Gemeinschaft entstanden ist“, sagte der Bürgermeister zu den jungen Menschen. Carla Smith, Geschäftsführerin des Lesbian, Gay, Bisexual & Transgender Community Center, zeigte sich dankbar dafür, dass die Stadtverwaltung das Zentrum als kulturelle Institution ausgewählt hatte, die dem niederländischen Regierungschef vorgestellt werden sollte. „Dies ist ein Ort, an den viele Menschen aus der ganzen Welt kommen, wenn sie sich mit LGBTIQ+ beschäftigen wollen.“ Der Arbeit des Zentrums eine Plattform zu geben, sei „angesichts dessen, was derzeit in der Welt geschieht, wichtiger denn je“.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

WDRFast ausgestorben: Schwule Pinguine werden ElternDER STANDARDVerhetzungsprozess um "Dachau" und "Mauthausen" gegen lautstarken UneinsichtigenDie Presse„Vor Scham im Boden versinken“: Audi-Chef Döllner erntet harsche Kritik für Auftritt bei Trump-WahlkampfSüddeutsche ZeitungNews-Überblick: Das sind die Nachrichten des TagesAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Welche Rolle sollten politische Forderungen auf CSDs spielen?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Viel Stoff, bequemer Halt

Schwule Jungs, lockere Hosen

Zum Tag der Boxershorts wird es luftig: Warum schwule Männer auf lockeren und besonders elastischen Stoff stehen und weshalb das mehr Erotik bedeutet.
Wünsche der Glee-Fans

Viel Liebe und neue Songs

Das „Glee“-Reboot sorgt für Vorfreude: Fans wünschen sich Hits von Chappell Roan, Troye Sivan und Sabrina Carpenter – samt chaotischer Geschichten.
Grusel trifft Glamour

Halloween wird schwul

Von Madonna bis „Heated Rivalry“: Diese Halloween-Kostüme bringen schwulen Glamour, viel nackte Haut und reichlich Selbstironie auf die Party.
Eine Frage der Größe

Doku sorgt für Debatten

Die Dokumentation „Manhood“ zeigt Männer, die für einen größeren Penis viel Geld ausgeben und sorgt damit aktuell für viele Debatten.
Abschied von Walter Koenig

Trauer um Star-Trek-Legende

Der „Star Trek“-Schauspieler Walter Koenig ist mit 90 Jahren gestorben. Für die Community bleibt seine Freundschaft mit George Takei in Erinnerung.
LGBTIQ+-Kino erobert Rom

Community-Filme feiern Erfolge

Das Filmfestival in Rom feiert einen starken Jahrgang des LGBTIQ+-Kinos. Gleich mehrere LGBTIQ-Filme sorgen international für Aufmerksamkeit.
Pflastersteine als Protest

25.000 Dollar für den Pride

Aus einem entfernten Regenbogen-Zebrastreifen in Miami Beach wird ein Zeichen des Widerstands: Eine Dragqueen sammelte damit Geld für Pride-Feste.
Mika Brunold auf Erfolgskurs

Coming-Out beflügelt Tennisprofi

Der Schweizer Tennisprofi Mika Brunold feiert mit 22 Jahren seinen Durchbruch. Sein Coming-Out hat ihm geholfen, selbstbewusster zu spielen.
Tom DeSimone ist tot

Schwuler Filmpionier gestorben

Der US-Regisseur Tom DeSimone ist mit 87 Jahren gestorben. Er prägte den schwulen Pornofilm und machte später mit Horror- und Kultfilmen Karriere.