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„Goldmarie“ in Hannover: Brinker und Schwone ausgezeichnet
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Mehr Finanzmittel gefordert Goldmarie in Hannover: Brinker und Schwone ausgezeichnet

mr - 06.02.2026 - 17:30 Uhr
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Mit der Übergabe der „Goldmarie“ beim Queeren Neujahrsempfang 2026 in Hannover hat das Queere Netzwerk Niedersachsen (QNN) zwei herausragende Persönlichkeiten für ihr Engagement im Bereich sexueller und geschlechtlicher Vielfalt geehrt. Monika Brinker und Amadeus Schwone wurden für ihr langjähriges, ehrenamtliches Wirken ausgezeichnet. Mit dieser Preisvergabe sendet das Land Niedersachsen ein klares Signal für mehr Sichtbarkeit und systematische Förderung queerer Themen – ein Schritt, der in einer angespannten gesellschaftlichen Debatte besondere Aufmerksamkeit erhält.

 

Auszeichnung für Engagement in Stadt und Land

Brinker und Schwone stehen beispielhaft für den Einsatz verschiedener Generationen im Kampf um Gleichstellung und Anerkennung. Brinker, erfahrene Pädagogin, widmet sich besonders der strukturellen Verankerung von Diversität im Bildungssystem, etwa durch Weiterbildungen für Lehrkräfte und das landesweite Projekt „Schule der Vielfalt Niedersachsen“. Gleichzeitig hat Schwone als Mitbegründer von QUEST – Queeres Stade e.V. – in einer ländlich geprägten Region queere Räume geschaffen und den lokalen Christopher Street Day etabliert. Ihr Engagement zeigt, wie wichtig nachhaltige Netzwerke gerade außerhalb großer Städte sind, um Diskriminierung entgegenzuwirken.

 

Forderung nach finanzieller Sicherheit für queere Arbeit

Während der Verleihung betonte das QNN die Notwendigkeit, queere Arbeit dauerhaft abzusichern und den geplanten Landesaktionsplan für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt mit ausreichenden Ressourcen zu unterlegen. Landesweite Projekte sind laut Daten des Deutschen Instituts für Menschenrechte häufig von kurzfristigen Förderungen abhängig und geraten dadurch immer wieder in eine unsichere Lage. Der Zugang zu Beratungs- und Bildungsangeboten lässt sich jedoch nur sicherstellen, wenn Kontinuität garantiert wird – darin waren sich zahlreiche Anwesende einig.

 

Solidarität als Grundpfeiler der Demokratie

Mit Blick auf die Veranstaltung in Hannover erinnerte Sophie Koch (SPD), Bundesbeauftragte für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt, daran, wie sehr das Funktionieren einer offenen Gesellschaft von Solidarität mit queeren Menschen abhängt. Dies bestätigen auch aktuelle Untersuchungen, die einen Anstieg der gemeldeten queerfeindlichen Übergriffe verzeichnen. Sichtbarkeit, Schutz und Akzeptanz seien daher häufig keine Selbstverständlichkeit, so Koch.

 

Mehr Mittel gegen Diskriminierung in Niedersachsen?

Die Vergabe der „Goldmarie“ macht deutlich: Ehrenamt und Innovation prägen den queeren Aktivismus in Niedersachsen entscheidend. Mit der aktuellen Forderung nach verlässlicher Finanzierung ist der Druck auf die Landespolitik gewachsen, nachhaltige Programme zu etablieren. Es bleibt zu beobachten, wie konsequent Niedersachsen diesen Erwartungen nachkommt, um queeres Leben flächendeckend zu schützen und zu fördern.

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