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Medaillenspiegel bei Olympia Mehr Gewinner aus der Community als je zuvor

Von ms - 23.02.2026 - 07:45 Uhr
Medaillenspiegel bei Olympia
Foto: IMAGO / Kyodo News
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Gestern Abend gingen die Olympischen Winterspiele 2026 mit einer fulminanten Abschlussshow zu Ende – die Community kann sich dabei besonders freuen: Die LGBTIQ+-Athletinnen und Athleten haben bei den Winterspielen in Mailand so viele Medaillen gewonnen wie noch nie. Insgesamt holte das Team LGBTIQ+ elf Medaillen in verschiedenen Sportarten und belegte damit im inoffiziellen Vergleich Platz 13 im Medaillenspiegel nach der klassischen olympischen Wertung (Gold vor Silber vor Bronze).

Platz 13 im Ranking 

Auch nach Gesamtzahl der Medaillen rangierte das Team auf Platz 13. 19 der 49 offen homosexuellen und queeren Athletinnen und Athleten gewannen mindestens eine Medaille – das entspricht 37 Prozent des Aufgebots. Die Bilanz im Überblick: 5  x Gold, 2 x Silber und 4 x Bronze. Das Team LGBTIQ+ ist eine Zusammenstellung aller öffentlich geouteten LGBTIQ+-Athletinnen und -Athleten, die an Olympischen Spielen teilnehmen. Mit 49 Sportlerinnen und Sportlern wäre Team LGBTIQ+ die 19.-größte Delegation der Winterspiele 2026 gewesen. Die größte Mannschaft stellte das Team USA mit 233 Olympioniken, gefolgt von Kanada mit 210. Die queeren und homosexuellen Medaillengewinner kamen aus 14 verschiedenen Ländern, etwa die Hälfte startete im Frauen-Eishockey.

Goldmedaillen

Dort im Frauen-Eishockey sicherten sich Cayla Barnes, Hilary Knight und Alex Carpenter mit den USA Gold. Im Finale gegen Kanada erzielte Knight in den Schlussminuten der regulären Spielzeit ein entscheidendes Tor, das die Verlängerung erzwang. Hier trafen die USA zum Sieg.

Der französische Eistänzer Guillaume Cizeron verteidigte seine Goldmedaille im Eistanz von vor vier Jahren. Mit seiner neuen Partnerin Laurence Fournier Beaudry setzte er sich gegen das US-Duo Madison Chock und Evan Bates durch. Breezy Johnson gewann in der Abfahrt die erste Medaille eines offen LGBTQ-Athleten bei diesen Spielen – zugleich die erste für das Team USA in Mailand. Für Johnson war es die erste olympische Medaille nach zwei WM-Goldmedaillen.

Amber Glenn gewann mit den USA Gold im Teamwettbewerb der Eiskunstläufer. Es waren ihre ersten Winterspiele und ihre erste olympische Medaille. Die Schweizer Freestyle-Skierin Mathilde Gremaud setzte sich im Slopestyle der Frauen gegen Eileen Gu durch und verteidigte damit ihr Olympiagold von vor vier Jahren.

Silber- und Bronzemedaillen

Der schottische Curler Bruce Mouat gewann als Skip von Team Großbritannien seine zweite olympische Silbermedaille. Im Frauen-Eishockey holten Emily Clark, Erin Ambrose, Emerance Maschmeyer, Brianne Jenner, Laura Stacey und Marie-Philip Poulin mit Kanada Silber. Kanada führte bis fünf Minuten vor Schluss mit 1:0, ehe die USA ausglichen und in der Verlängerung siegten.

Sandra Näslund gewann im Ski-Cross Bronze, nachdem sie vor vier Jahren in Peking Gold geholt hatte. Laura Zimmerman sicherte sich mit der Schweiz Bronze im Frauen-Eishockey durch einen 2:1-Erfolg gegen Schweden. Tineke den Dulk holte für Belgien Bronze im Shorttrack als Teil der gemischten 2000-Meter-Staffel. Der kanadische Eistänzer Paul Poirier gewann mit Partnerin Piper Gilles Bronze. Für das Duo war es der dritte olympische Start nach den Plätzen acht und sieben bei früheren Spielen.

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