Direkt zum Inhalt

LGBTI*-Schulverbot spaltet Amerikaner Anti-LGBTI*-Gouverneur DeSantis als Präsidentschaftskandidat?

Von ms - 02.05.2022 - 13:45 Uhr
Auch jeder dritte Demokrat für LGBTI*-Verbote // © nzphotonz
Foto: Auch jeder dritte Demokrat für LGBTI*-Verbote // © nzphotonz
ANZEIGE
Loading audio player...

Eine neue, repräsentative Studie im Auftrag von Reuters, durchgeführt vom Ipsos-Institut, zeigt nun auf, wie gespalten die Amerikaner mit Blick auf die LGBTI*-Community sind. Die Reuters-Umfrage wurde online in den gesamten Vereinigten Staaten durchgeführt. Während die eine Hälfte der US-Wähler Gesetze befürwortet, die LGBTI*-Themen und Diskussionen über sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität im Unterricht verbieten, ist die andere Hälfte der Amerikaner für die Einbindung von LGBTI*-Lebensweisen in den Schulunterricht.

 

Konkreter werden die Zahlen mit Blick auf die politische Gesinnung: 69 Prozent der Republikaner und 36 Prozent der Demokraten sind für ein LGBTI*-Verbot. Während die hohe Zahl der zumeist konservativen Republikaner nicht wirklich verwundert, überrascht durchaus die Tatsache, dass auch jeder dritte Demokrat ebenso Schulen frei von queeren Themen sehen will – das könnte sich bei den kommenden Zwischenwahlen im November durchaus zu einem Problem für die Partei und für die queerfreundliche Biden-Regierung erweisen.

 

Eindeutig sind die Ergebnisse der Studie dann bei der Frage, ob Politiker ein Unternehmen abstrafen sollten, wenn dieses nicht die Gesinnung des Politikers teilt. Konkretes Beispiel ist hierbei aktuell Ron DeSantis, Floridas Gouverneur und Anwärter für die Präsidentschaftswahlen 2024, der letzte Woche ein Gesetz unterzeichnete, das dem Disney Konzern die Selbstverwaltungsbefugnis in seinen Parks in Orlando entzieht - als Vergeltung für den Widerstand des Unternehmens gegen ein neues Gesetz in Florida (Don´t Say Gay), das LGBTI*-Themen an Schulen verbietet. Parteiübergreifend (68 Prozent der Demokraten und 55 Prozent der Republikaner) wird diese Form von politischer Rache abgelehnt.

 

Floridas Gouverneur DeSantis scheint diese Praxis am Ende trotzdem nicht geschadet zu haben – er positioniert sich immer mehr als Star der Republikanischen Partei und zementiert seine Glaubwürdigkeit als “Kulturkämpfer“ für die konservativen Amerikaner. Aktuell gaben 25 Prozent der befragten Republikaner an, dass DeSantis die Werte der Partei am besten vertreten würde. Er liegt dabei bereits auf dem zweiten Platz, nur noch Ex-Präsident Donald Trump hat mit 40 Prozent Zustimmung höhere Werte.  

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

Süddeutsche ZeitungHip-Hop aus München: Wie Rapperin Ebow das Lebensgefühl von Gastarbeiterkindern vertontFalterTipp Pop: Ebow – Cool, queer und gesellschaftskritischtazNach dem CSD-Anschlag: Viele Bekundungen, kaum KonkretesndQueer | Razzia in Casa Kuá schüchtert Berliner trans* Community einAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Sexszenen bei Heated Rivalry

Dreharbeiten und Proben laufen

Die Vorbereitungen für „Heated Rivalry“ Staffel 2 laufen. Regisseur Jacob Tierney spricht über Sexszenen, Nacktheit und den Schutz seiner Stars.
Heiße Sportstars

Besondere Nominierungen

Bei Grindrs Jahreswahl „Unwrapped 2026“ konkurrieren Fußballstars, Tennisprofi Carlos Alcaraz und Olympiasiegerin Alysa Liu um besondere Titel.
„Black Doves“ kehrt zurück

Netflix setzt Spionagethriller fort

Ab 5. November läuft die zweite Staffel von „Black Doves“ auf Netflix. Ben Whishaw kehrt als schwuler Auftragskiller mit bewegter Vergangenheit zurück
Ehemann ist schwul: Frau klagt

50.000 Euro Schadensersatz?

Eine Italienerin fordert 50.000 Euro von ihrem schwulen Ex-Mann, weil ihr Kinderwunsch unerfüllt blieb. Das Gericht entscheidet nicht über die Klage.
Queere Jugend macht Politik

Mit 16 schon mitbestimmen

Die US-Initiative „Queer the Ballot“ zeigt LGBTIQ+-Jugendlichen, wie sie politische Entscheidungen beeinflussen können – auch ohne Wahlrecht.
Ein Vorbild nimmt Abschied

Basketballstar beendet Karriere

Der offen schwule Basketballprofi Isaac Humphries beendet mit 28 Jahren seine Karriere. Sein Coming-Out bezeichnet er als seinen stolzesten Moment.
Spendenboom bei Gallant

350.000 Dollar nach Enthüllung

Nach der Veröffentlichung alter BDSM-Fotos erhält der schwule US-Demokrat Chris Gallant mehr als 350.000 Dollar Spenden und übertrifft seinen Rivalen.
Russland fahndet nach Reporter

Schwuler Journalist auf der Flucht

Russland geht zunehmend gegen homosexuelle Journalisten vor. Der geflüchtete Vadim Vaganov berichtet über staatliche Verfolgung und Einschüchterung.
Hoffnung für Jugendliche

Unterstützung senkt Suizidrisiken

Eine US-Langzeitstudie zeigt: Trotz zunehmender Diskriminierung gehen Selbstverletzungen und Suizidversuche bei LGBTIQ+-Jugendlichen zurück.