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Konsequenzen Fall Cavelius
Foto: IMAGO / Artur Stabulnieks
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Konsequenzen Fall Cavelius Faustschläge nach Niederlage: Japaridze erhält harte Sanktion

ms - 24.09.2026 - 10:00 Uhr
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Nach der gewaltsamen Attacke auf den deutschen Olympiateilnehmer Timo Cavelius (29) hat der Deutsche Judo-Bund (DJB) eine weitreichende Sanktion gegen den georgischen Judoka Akaki Japaridze (links im Bild) verhängt. Der 24-Jährige wird lebenslang für die deutsche Bundesliga gesperrt. Weitere Verfahren gegen ihn sind noch nicht abgeschlossen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Nach seinem verlorenen Kampf hat Akaki Japaridze den deutschen Olympiateilnehmer Timo Cavelius mehrfach mit der Faust geschlagen.
  • Cavelius erlitt einen Kieferbruch, musste im Krankenhaus behandelt werden und verpasst die Weltmeisterschaften in Baku.
  • Der Deutsche Judo-Bund sperrte Japaridze lebenslang für die deutsche Bundesliga.
  • Weitere Verfahren beim georgischen Verband, beim Weltverband IJF sowie in Deutschland laufen noch.
  • Japaridze droht darüber hinaus ein weltweites Wettkampfverbot.

Prügelattacke gegen schwulen Judoka

Zu dem Vorfall war es Anfang September in der Leipziger Sporthalle Brüderstraße gekommen. Cavelius, der für den TSV Abensberg antrat, traf dort auf den Georgier Japaridze. Dieser war vom JC Leipzig als Gastkämpfer eingeladen worden. Cavelius entschied den Kampf für sich. Unmittelbar danach kam es jedoch vor laufenden Kameras zu dem Angriff. Der deutsche Judoka feierte seinen Erfolg mit einer geballten Faust in Richtung seines Teams, die sein Kontrahent offenbar als provozierend wahrnahm. Daraufhin ging Japaridze auf seinen Gegner los und schlug ihn dreimal mit der Faust. Cavelius wurde bei der Attacke so schwer verletzt, dass er im Krankenhaus behandelt werden musste. Er erlitt einen Kieferbruch. Die Folgen reichen auch über den Vorfall hinaus: Wegen seiner Verletzung verpasst Cavelius die Weltmeisterschaften in Baku.

Der offen schwule Cavelius erklärte: „Ich bin immer noch schockiert über das, was passiert ist. Nachdem der Kampf beendet war, war ich glücklich über meinen Sieg und habe in Richtung meines Teams und meiner Mannschaftskollegen gefeiert. Der Kampf war knapp und ausgeglichen, deshalb war ich natürlich sehr erleichtert und glücklich, gewonnen zu haben. Ich hätte nie erwartet, dass die Situation unmittelbar danach auf diese Weise eskalieren würde. Ich finde es immer noch schwer zu verstehen, wie ein sportlicher Wettkampf zu einer solchen Situation führen konnte (…) Von meiner Seite gab es weder verbale Beleidigungen noch körperliche Angriffe. Mein Verhalten bestand darin, meinen Sieg zu feiern, und diese Feier richtete sich an mein eigenes Team.“ Ob auch ein möglicher homophober Hass auf den 29-jährigen Deutschen eine Rolle gespielt haben könnte, ist unklar. 

Lebenslange Sperre

Nach der Attacke wurden gegen Japaridze mehrere Verfahren auf den Weg gebracht. Neben dem Deutschen Judo-Bund befassen sich der georgische Judoverband und der Judo-Weltverband IJF mit dem Fall. Zudem wurde in Deutschland ein strafrechtliches Verfahren eingeleitet. Eine erste Entscheidung liegt nun vom DJB vor. Der Verband verhängte gegen den 24-Jährigen eine lebenslange Sperre für die deutsche Bundesliga. Damit darf Japaridze künftig weder für einen Verein in der höchsten deutschen Judo-Liga gemeldet werden noch dort zu einem Kampf antreten.

In seiner Entscheidung ging der Deutsche Judo-Bund auch auf einen Instagram-Beitrag Japaridzes ein, den dieser nach dem Angriff veröffentlicht hatte. Darin erklärte der Georgier, dass er sich der Verantwortung für sein Handeln nicht entziehen werde. Zugleich begründete er die Attacke mit dem aus seiner Sicht ehrverletzenden Verhalten seines Gegners. Es habe sich demnach nicht um eine emotionale Reaktion auf seine Niederlage gehandelt.

Weitere Strafen möglich 

Der DJB kritisierte diese Einordnung deutlich. Nach Auffassung des Verbandes sei es mit den Grundprinzipien des Sports nicht vereinbar, eine derart schwerwiegende Körperverletzung zu relativieren oder sogar zu verteidigen. Mit der Bundesliga-Sperre ist der Fall allerdings noch nicht abgeschlossen. Die Entscheidungen in den übrigen Verfahren stehen weiterhin aus. Japaridze droht dabei auch ein weltweites Wettkampfverbot.

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