Köln stellt 70.000 Euro bereit Insgesamt 14 LGBTIQ+-Projekte erhalten Förderung
Die Stadt Köln will mit finanzieller Unterstützung verschiedene Projekte gegen Diskriminierung und Gewalt gegenüber LGBTIQ+-Menschen voranbringen. Der Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren beschloss jetzt ein entsprechendes Förderprogramm.
Das Wichtigste im Überblick
- Die Stadt Köln stellt 70.000 Euro für 14 Projekte zur Gewaltprävention und gegen Diskriminierung von LGBTIQ+-Menschen bereit.
- Unterstützt werden unter anderem Angebote an Schulen, Workshops und Fortbildungen für Lehrkräfte.
- Weitere Projekte richten sich an LGBTIQ+-Senioren sowie queere Flüchtlinge.
- Geplant sind auch Stadtführungen, Beratungsangebote, Veranstaltungen gegen religiöse Queerfeindlichkeit und Selbstverteidigungskurse.
- Die Stadt verweist auf Studien und Untersuchungen, die einen Anstieg queerfeindlicher Straftaten in den vergangenen Jahren zeigen.
Projekte gegen Queerfeindlichkeit
Nach Angaben der Stadtverwaltung stehen insgesamt 70.000 Euro für 14 Projekte zur Verfügung. Die Vorhaben sollen unterschiedliche Formen der Gewaltprävention und des Schutzes vor Ausgrenzung abdecken. „Die Stadt Köln positioniert sich entschieden gegen jede Form queerfeindlicher Gewalt“, heißt es aus dem Rathaus. Der Schutz der LGBTIQ+-Community vor Ausgrenzung sei eine „gesamtgesellschaftliche Aufgabe“. Deshalb müsse gezielt mit entsprechenden Strategien und Maßnahmen dagegen vorgegangen werden.
Die geförderten Vorhaben decken zahlreiche Themenbereiche ab. Dazu gehören Projekte an Schulen sowie Workshops und Fortbildungen für Lehrkräfte. Weitere Angebote beschäftigen sich mit traditionellen und patriarchalen Rollenbildern oder schaffen Möglichkeiten für Begegnung und Beratung. Auch geschützte Räume für LGBTIQ+-Senioren sowie Betreuungsangebote für queere Flüchtlinge werden unterstützt.
Religiose Queerfeindlichkeit und Bildung
Darüber hinaus fließt Geld in weitere Projekte mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Dazu gehören beispielsweise queere Stadtführungen, Foren zum Thema religiöse Queerfeindlichkeit sowie Bildungsangebote zu Aromantik und Asexualität. Auch gesundheitliche Aspekte spielen eine Rolle. Geplant sind unter anderem gesundheitsorientierte Workshops sowie präventive Selbstverteidigungskurse.
Nach Einschätzung der Stadt zeigen verschiedene Studien und Untersuchungen, dass queerfeindliche Straftaten auch in der Rheinmetropole wie in ganz Deutschland in den vergangenen Jahren zugenommen haben. Aus Sicht der Verwaltung unterstreicht dies die Notwendigkeit entsprechender Präventionsangebote. Als besonders einschneidendes Ereignis nennt die Stadt zudem den tödlichen islamistischen Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin im Juli. Mit dem neuen Förderprogramm will Köln daher unterschiedliche Gruppen erreichen und sowohl Aufklärung als auch Beratung, Begegnung und konkrete Schutzmaßnahmen unterstützen.