Japanische Oppositionspartei Einsetzten von LGBTQ*-Rechte
Die Konstitutionell-Demokratische Partei (KDP) ist Japans größte Oppositionspartei. Bei ihren Wahlversprechen für die kommende Wahl des Oberhauses gab sie am vergangenen Montag an, sich für LGBTQ-Rechte einzusetzen. Japans regierende Liberal-Demokratische Partei (LDP) ist als LGBTQ*-feindlich bekannt. Homophobe Äußerungen sind für Parteimitglieder keine Seltenheit. Momentan regiert sie noch mit einer Zweidrittelmehrheit.
In einem Bericht des öffentlich-rechtlichen Senders NHK betonte ein Sprecher der Partei, dass Diversität eine Quelle von Kreativität sei und zu einer lebhaften Gesellschaft führe. Der Parteivorsitzende Yukio Edano gab gegenüber lokalen Medien an, dass die KDP die gleichgeschlechtliche Ehe legalisieren und Anti-Diskriminierungsgesetze verabschieden will, wenn sie die Wahl gewinnt. Bisher schützt nur ein regionales Gesetz in Tokyo vor Diskriminierung aufgrund von Gender-Identität oder Sexualität. Das Gegenteil ist der Fall: Das Gesetz fordert, dass Transsexuelle sich sterilisieren lassen, bevor sie sich legal einer Geschlechtsumwandlung unterziehen können.