Brite schreibt Sportgeschichte Mit 84 Jahren: Wrestler Kendo Nagasaki stellt Rekord auf
Der britische Wrestler Kendo Nagasaki hat im Alter von 84 Jahren Sportgeschichte geschrieben: Am 23. November betrat er bei einem Event der unabhängigen LDN Wrestling in Croydon ein letztes Mal den Ring und wurde so zum ältesten männlichen Profi, der jemals an einem Wrestling-Match teilgenommen hat. Der bisexuelle Kämpfer, bürgerlich Peter Thornley, sicherte sich mit diesem Auftritt nicht nur einen Platz im Guinness-Buch der Rekorde, sondern feierte zugleich den Abschluss seiner einzigartigen Karriere mit einer elektrisierenden Reaktion des Publikums.
Zeitreise eines Kämpfers
Ursprünglich in den 1970er Jahren als mysteriöse Figur im britischen Wrestling berühmt geworden, war für Thornley das Comeback mehr als ein sportlicher Erfolg. Nach einer 16-jährigen Pause kehrte er 2023 erstmals zurück ins Rampenlicht, unterstützt von altbekannten Weggefährten. Im Match „The Final End of the Feud“ trat er an der Seite von Ben und Jordan Nelson gegen Sage Valentine, Stevie Fee und Sanjay Bagga an: Thornley erzielte schließlich den alles entscheidenden Schultersieg und bewies, dass Alter in diesem Sport kein Hindernis ist.
Der Auftritt von Nagasaki reflektiert den aktuellen Wandel innerhalb der Wrestling-Szene. Immer mehr queere und ältere Athletinnen und Athleten erhalten Aufmerksamkeit und Anerkennung. Gerade für ältere queere Sportlerinnen und Sportler ist Sichtbarkeit ein wertvoller Beitrag zu mehr Akzeptanz im Profisport, wie auch jüngere LGBTIQ+-Stars betonen. In den letzten Jahren verzeichneten Wrestling-Ligen weltweit eine wachsende Zahl von Teilnehmenden, die offen ihre Identität leben, darunter auch mehrere trans* Personen und queere Titelträgerinnen und Titelträger.
Ein Moment für die Ewigkeit
„Es war ein fantastisches Gefühl, und es ist wirklich fabelhaft, einen Guinness-Weltrekord zu halten. Die jungen Leute im Ring sind energiegeladen, man muss sie im Zaum halten. Aber das war wie eine Zeitreise – das Publikum war unglaublich, die Atmosphäre elektrisierend.“
– Kendo Nagasaki (Peter Thornley), im Gespräch mit The Sun
Mit seinem Abschied setzt Thorley einen Meilenstein, nicht nur im Kampf ums Alter, sondern auch für die Sichtbarkeit queerer Sportlerinnen und Sportler. Seine Leistung unterstreicht, wie vielfältig und integrativ die Wrestling-Community geworden ist. Die Reaktionen der Fans deuten darauf hin, dass der Ring auch in Zukunft Raum für Geschichten außerhalb des Mainstreams bieten wird. Wie sehr das Beispiel Nagasaki weitere Generationen inspirieren wird, bleibt eine spannende Frage für die Zukunft des Sports.