Direkt zum Inhalt
Appell an alle Bischöfe

Appell an alle Bischöfe 18 Kirchenverbände betonen Wichtigkeit der Reformpläne

ms - 21.11.2025 - 13:45 Uhr
Loading audio player...

Vor der letzten Sitzung des Synodalen Ausschusses am morgigen Samstag in Fulda appelliert jetzt das Katholische LSBT+Komitee sowie die Gruppe OutInChurch und sechzehn weitere katholische Verbände und Initiativen erneut eindringlich dafür, den „Rückenwind von der Weltsynode und dem jüngsten Synodentreffen zum Heiligen Jahr in Rom“ zu nutzen, um die „katholische Kirche in Deutschland zu einer synodalen Kirche“ zu machen. Insbesondere richtet sich der Aufruf an die Bischöfe in Deutschland, zuletzt hatten erneut mehrere Hardliner bekräftigt, dass sie Reformen oder Zugeständnisse im Bereich LGBTIQ+ strikt ablehnen

Mahnung an alle deutschen Bischöfe

Das Bündnis von LGBTIQ+-Menschen in der Kirche betonte dazu weiter, dass es jetzt „konkrete kurzfristige Veränderungen“ geben müsse, ohne die „die Vision einer synodalen Kirche nicht glaubwürdig sein“ und zitiert damit aus dem Abschlussdokument der Weltsynode, bestätigt noch vom damaligen Papst Franziskus. Man müsse daher jetzt klar und deutlich zu den erarbeiteten Reformplänen stehen, allen voran bei der Frauenfrage, LGBTIQ+, Leitungsformen und dem Pflichtzölibat.  

Dabei betonte das Komitee weiter: „Regelungen, die nicht die Zustimmung Roms brauchen, können und sind von den Bischöfen sofort in ihren Diözesen einzuführen. Die erarbeiteten Papiere und Beschlüsse haben auch weltkirchlich große Beachtung.“ Dies sei umso wichtiger mit Blick auf die Missbrauchsskandale in der Kirche. Und weiter: „Die Reformkräfte erwarten jetzt von allen deutschen Bischöfen, dass sie sich endlich geschlossen zum Synodalen Weg in Deutschland bekennen und auch ihre ´Hausaufgaben´ für den weltweiten Synodalen Prozess machen. Nur wer sich aktiv an Synodalen Prozessen beteiligt, kann glaubwürdig die Zukunft der Kirche mitgestalten.“ 

Kein Vertrauen in die Kirche 

Zuletzt verweist der Verein in diesem Zusammenhang auf die jüngste Kirchenmitgliederbefragung – nur noch neun Prozent der katholischen Gläubigen haben demnach noch Vertrauen in die katholische Kirche. Rund 96 Prozent der katholischen Kirchenmitglieder erwarten grundlegende Veränderungen, wenn die Kirche eine Zukunft haben soll.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Zoff in New York City

Mamdani verärgert Community

Die queere Community in New York ist sauer auf Bürgermeister Zohran Mamdani, der einen schwulen Stadtrat die Unterstützung versagt.
Rätselhafter Tod eines Lehrers

Schwuler Todesfall in Argentinien

Warum musste der schwule Lehrer Danilo Neves in Argentinien sterben? Nach einem Online-Date verschwand er erst spurlos, kurz darauf war er tot.
Cold Case in London

Anklage nach vier Jahrzehnten

Zwei Brüder sollen in den 1980er Jahren "Schwulenklatschen" in London gespielt haben, ein Schwuler starb dabei. Nun erfolgte die Mord-Anklage.
Mpox in der Schweiz

Anstieg der Neu-Infektionen

Die Fälle von Mpox nehmen nach Berlin jetzt auch in der Schweiz wieder zu, vor allem schwerere Verläufe mit der neuen Virus-Variante.
Segnungen in München

HuK begrüßt Entscheidung

Die Arbeitsgruppe „Homosexuelle und Kirche“ begrüßt die Segnungen homosexueller Paare in München, das allein reiche aber langfristig nicht aus.
Scharfe Kritik an Spargesetz

Zusammenbruch der HIV-Versorgung?

Drei HIV-Fachverbände schlagen Alarm, das geplante Spargesetz der Regierung sei radikal gefährlich und könne die HIV-Versorgung massiv gefährden.
Geldstrafe für Fußballklub

15.000 Pfund Strafe

Ein englischer Fußballclub muss jetzt 15.000 Pfund Strafe zahlen. Grund sind die homophoben Gesänge der Fans.
Angst vor Diskriminierung

Gesundheit bei queeren Frauen

Angst vor Diskriminierung ist unter LGBTIQ+-Frauen stark ausgeprägt, belegt eine aktuelle Studie. Viele meiden deswegen beispielsweise Arztbesuche.
Hilfe für schwulen Vater

Perfide Falle in West Hollywood?

Eine Auseinandersetzung zwischen einem schwulen Vater und einem LGBTIQ+-feindlichen Journalisten endet in Kalifornien nun vor Gericht.