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Angst im Sport
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Angst im Sport Jeder dritte LGBTIQ+-Mensch erlebte Diskriminierung

ms - 21.01.2026 - 14:00 Uhr
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Viele Menschen aus der LGBTIQ+-Community sehen sich beim Sport Diskriminierung ausgesetzt, ihre sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität stellt für sie eine große Barriere dar. Dies zeigt eine neue Umfrage von YouGov, die im Rahmen der 13. Ausgabe der Rainbow-Laces-Kampagne der britischen queeren Organisation Stonewall jetzt veröffentlicht wurde.

Jeder Dritte erlebte Diskriminierung

Laut der Umfrage hatten 37 Prozent der befragten LGBTIQ+-Personen „Diskriminierung durch das Verhalten, die Einstellung oder die Sprache anderer beim Sport oder beim Versuch zu trainieren“ erfahren. Zum Vergleich: Bei heterosexuellen Befragten lag dieser Wert bei gerade einmal 13 Prozent. Über ein Drittel der LGBTIQ+-Teilnehmer (34 Prozent) gab zudem an, dass ihre Sexualität eine Hürde für die sportliche Teilnahme darstellt. Fast die Hälfte der homosexuellen und queeren Menschen (45%) bewegt sich unter anderem deswegen zu wenig, gemessen an den Mindestempfehlungen der britischen Regierung. Mehr als drei Viertel (76%) der LGBTIQ+-Befragten berichteten außerdem von psychischen Problemen.

Die lesbische, zweifache Leichtathletik-Olympiasiegerin Kelly Holmes erklärte dazu: „Als Spitzensportlerin hatte ich das Privileg, Goldmedaillen zu gewinnen, und dieser Erfolg wird immer Teil meiner Geschichte sein. Obwohl ich nicht mehr auf Elite-Niveau antrete, sind Bewegung und Sport weiterhin entscheidend für mein Wohlbefinden und unterstützen sowohl meine körperliche als auch meine psychische Gesundheit.
Ich glaube, dass Bewegung und Sport für alle in der LGBTIQ+-Community zugänglich sein sollten. Wenn Menschen das Gefühl haben, dazuzugehören, wächst ihr Selbstvertrauen, und Sport macht die Teilnahme einfacher und freudvoller.“

Cavallo betont Wichtigkeit von Sport 

Der australische Fußballer Josh Cavallo, der sich 2021 als weltweit erster Profi-Kicker während seiner aktiven Karriere als schwul geoutet hat, ergänzte: „Es macht mich traurig, dass andere Mitglieder der LGBTIQ+-Community nicht den großen Genuss, die gesundheitlichen Vorteile und das Wohlbefinden erleben können, das Sport und Bewegung – auf allen Ebenen – bieten können. Jeder sollte sich im Sport und beim Training zugehörig fühlen.“ Cavallo sorgte erst vor wenigen Tagen international für Schlagzeilen, als er erklärte, dass er aufgrund von Homophobie in seinem ehemaligen australischen Fußballclub 2025 nach Großbritannien gewechselt ist. 

Frühere Stonewall-Studien hatten bereits gezeigt, dass sich viele LGBTIQ+-Personen beim Sport oder beim Zuschauen von Sportveranstaltungen unsicher oder unwillkommen fühlen. 2024 berichtete bereits jeder Vierte, dass er sich in lokalen Sportgruppen oder Teams fehl am Platz fühlt. Die jüngste Umfrage vom Dezember 2025 unter rund 2.100 Erwachsenen zeigte nun auf, dass die Zahlen an Dramatik weiter zugenommen haben. 

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