Direkt zum Inhalt

Angriff auf Buschmanns Haus Buschmann erklärt, er halte an seinem Kurs beim Selbstbestimmungsgesetz fest!

Von ms - 01.06.2023 - 11:00 Uhr
Angriff auf Buschmanns Haus
Foto: IMAGO / Christian Spicker
ANZEIGE
Loading audio player...

Der Queer-Beauftragte der Bundesregierung Sven Lehmann hat den Anschlag auf das Haus von Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) via Twitter eindringlich verurteilt: „Es ist zutiefst falsch und niederträchtig, private Wohnungen oder Häuser von Politiker*innen anzugreifen. Es ist auch kein ´Aktivismus´, sondern eine Straftat. Wer so agiert, erreicht das Gegenteil von dem, was sie*er vorgibt erreichen zu wollen.“

Buschmann bleibt bei seinem politischen Kurs

Auch die Bundesfamilienministerin Lisa Paus äußerte sich inzwischen zu der Attacke gegenüber der BILD-Zeitung: „Volle Solidarität mit meinem Kollegen Marco Buschmann. In der Sache streiten ja! Das ist auch gut für den demokratischen Diskurs. Sachbeschädigung nein! Das ist gefährlich und entwertet nur eigene, mögliche Argumente.“ Buschmann selbst erklärte dazu: „Demokraten streiten mit Argumenten – nicht mit Gewalt und Sachbeschädigungen. Nach den Schmierereien an meinem Wohnhaus habe ich umgehend Anzeige erstattet. Meine politische Meinung kann man mit derlei Aktionen natürlich nicht beeinflussen.“

Bundesjustizminister bewusst ausgewählt

Nach eigener Aussage hatten es die linken Extremisten offenbar auf Buschmanns Privathaus in Gelsenkirchen abgesehen, da dieser im Rahmen des geplanten Selbstbestimmungsgesetzes Betreibern von spezifischen Fraueneinrichtungen wie beispielsweise Frauen-Saunen erlauben will, selbst zu entscheiden, ob sie Trans-Frauen als Kunden ausschließen wollen oder nicht. Ob der Passus schlussendlich so Einzug in den finalen Gesetzestext findet, ist sowohl von Befürwortern wie Gegnern des Gesetzesvorhabens stark umstritten, da eine Ausgrenzung von Trans-Personen dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz widersprechen könnte.

Militante Selbstverteidigung von queeren Menschen gefordert

Die mutmaßlich queeren Täter erklärten so selbst auf der linksextremistischen Plattform de.indymedia: „Für die militante Selbstverteidigung von trans und queeren Menschen! Zurückschlagen wenn wir Menschen zweiter Klasse sein sollen!“ Die noch unbekannten Täter hatten den Eingang und die Hauswand beschädigt und beschmiert, neben dem Transgender-Anarchie Symbol war zu lesen: „Selbstbestimmung statt bathroom bills“. Als Begründung für ihre Tat sprachen sie von dem „massiv transfeindlichen Einfluss auf den Entwurf des Selbstbestimmungsgesetzes“ von Buschmann. Man müsse dagegen „frühzeitig mit maximaler Entschiedenheit“ vorgehen, so die Täter weiter.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

Die Presse„Vor Scham im Boden versinken“: Audi-Chef Döllner erntet harsche Kritik für Auftritt bei Trump-WahlkampfSüddeutsche ZeitungNews-Überblick: Das sind die Nachrichten des TagesSüddeutsche Zeitung„Sextortion“ in München: Er wollte sich zum Sex treffen. Dann wurde er erpresstrbb24Queere Demo in Kreuzberg: Mehrere tausend Menschen fordern Schutz queeren LebensAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Welche Rolle sollten politische Forderungen auf CSDs spielen?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Eine große Liebe kehrt zurück

Konkubine wieder auf der Leinwand

Chen Kaiges preisgekrönter Film über zwei Peking-Opernstars kommt restauriert ins Kino. Der deutsche Wiederaufführungstermin steht fest.
Großer Preis für Wunnicke

Ihre Romane erzählen queere Liebe

Christine Wunnicke hat den Büchner-Preis erhalten. Mit „Wachs“ und „Missouri“ erzählt sie von ungewöhnlichen Liebesgeschichten.
Boomer ist wieder da!

Erster Clip zum Wentworth-Ableger

Fünf Jahre nach dem Finale zeigt BINGE den ersten Clip zu „Wentworth: Halfway Home“. Boomer startet draußen neu – bis eine Leiche auftaucht.
BBC tilgt Pride-Pins

BBC erklärt Eingriff in Quizshow

Zwei Studierende kritisieren die BBC: Ihre Pride-Anstecker verschwanden aus „University Challenge“. Der Sender verweist auf Richtlinien.
30 Jahre Intersex-Protest

Für das Recht am eigenen Körper

Am 26. Oktober 1996 protestierten intergeschlechtliche Menschen in Boston. Drei Jahrzehnte später geht es weiter um Selbstbestimmung.
Renaissance trifft Hollywood

Verblüffende Ähnlichkeit begeistert

Fotos von „Heated Rivalry“-Star Connor Storrie erinnern verblüffend an Michelangelos David, finden zumindest viele Fans und zeigen sich begeistert.
Wer wird der nächste 007?

Elf Kandidaten im Gespräch

Die Suche nach einem neuen James Bond geht in die entscheidende Phase. Elf LGBTIQ+-Schauspielstars könnten der Agentenreihe ein neues Gesicht geben.
Streit bei Tom of Finland

Finland Gedenkhaus in Gefahr

Nach 40 Jahren droht dem Tom of Finland House in Los Angeles das Aus. Ein Streit um Geld, Kunst und die Zukunft der Stiftung eskaliert.