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Sam Smith kritisiert Medienfokus auf sexuelle Identität
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Nicht-binärer Musiker Sam Smith kritisiert Medienfokus auf sexuelle Identität

kw - 25.08.2026 - 14:00 Uhr
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Der britische Popsänger Sam Smith hat in einem ausführlichen Interview mit Apple Music offen über den gesellschaftlichen Druck und die mediale Behandlung nach seinem Coming-out als nicht-binär gesprochen. Smith, der spätestens seit dem Welthit „Stay With Me“ eine globale Bekanntheit erreicht hat, definierte sich bereits 2019 öffentlich als nicht-binär und kritisiert nun die oft sensationsorientierte Berichterstattung über geschlechtliche Identität in internationalen Medien.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Sam Smith sprach in einem Interview mit Zane Lowe für Apple Music über sein Coming-out als nicht.binär.
  • Smith kritisierte die mediale Fokussierung auf die Geschlechtsidentität anstelle der künstlerischen Arbeit.
  • Das neue Album „Hazel Eyes“ wurde am 21. August 2026 veröffentlicht und thematisiert erstmals offen eine gleichgeschlechtliche Liebesbeziehung.
  • Der Musiker berichtete auch von der großen Unterstützung durch Madonna in Phasen medialer Anfeindung wegen queerer Selbstdarstellung.
  • Smith sieht das Ende wiederholter Outing-Debatten als Befreiung und fordert mehr journalistische Verantwortung.

 

Smiths Kritik an der Medienberichterstattung

Im Mittelpunkt des Gesprächs mit Apple-Moderator Zane Lowe stand Smiths Wunsch, in der Öffentlichkeit nicht ständig über das eigene Geschlecht und Coming-out definiert zu werden. Nach Angaben von Apple Music äußerte Smith: Wer nicht-binär sei, werde nach wie vor häufig exotisiert oder als Ausnahme präsentiert, anstatt als selbstverständlicher Teil der Musikbranche wahrgenommen zu werden. Der stete Fokus der Medien auf die nicht binäre Identität zeige vor allem die Versäumnisse eines Teils des Journalismus, der eigene Berührungsängste noch immer nicht überwunden habe.

 

Neues Album als persönliches Bekenntnis

Am 21. August 2026 erschien Smiths neues Album „Hazel Eyes“. Erstmals spielt die glückliche Beziehung zu Modedesigner Christian Cowan eine zentrale inhaltliche Rolle. In Liedtexten wie „My Guy“ verarbeitet Smith offen Liebe und Vertrauen, wodurch das neue Werk als Wendepunkt in der künstlerischen Entwicklung gelesen werden könnte. Die Berichterstattung darüber blieb jedoch vielfach in der wiederholenden Thematisierung der Queerness stecken, anstatt die musikalische Innovation in den Mittelpunkt zu stellen.

 

Mediale Debatte und Verantwortung

Dass prominente Künstlerinnen und Künstler wie Smith mit gegen sie gerichteten Diffamierungskampagnen rechnen müssen, zeigte sich bereits im Frühjahr 2023 rund um den Hit „Unholy“. Zu dieser Zeit wurde Smith von rechten Medien attackiert und als „Groomer“ verleumdet. Wie Smith berichtet, suchten auch andere Popstars wie Madonna bewusst den Kontakt, um öffentliche Solidarität zu demonstrieren. Gerade deshalb fordert Smith von Medien ein Hinterfragen standardisierter Darstellungsmuster und einen reflektierteren Umgang mit queeren Stimmen.

Die nächsten Schritte dürften sich direkt in der Berichterstattung der kommenden Wochen zeigen. Ob führende Kulturmedien den Fokus künftig stärker auf künstlerische Leistung und weniger auf spektakuläre Identitätszuschreibungen legen, bleibt eine konkret beobachtbare Entwicklung.

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