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Aktionstag in der LGBTI*-Szene Der Coming-out-Day 2021 – ein Tag voller Emotionen

Von tr - 10.10.2021 - 10:00 Uhr
Der Coming-out-Day 2021 // © Ekaterina79
Foto: Der Coming-out-Day 2021 // © Ekaterina79
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11. Oktober 2021 – Der „Coming-out-Day“ ist ein weltweiter Aktionstag für schwule und lesbische Menschen. Er soll homosexuellen Personen den Raum geben, zu ihrer sexuellen Neigung zu stehen und sich gut zu fühlen, wie sie sind und wie sie lieben. Sie setzen an diesem Aktionstag ein Signal, um andere zu ermuten. Es ist der Tag, an dem Menschen sich helfen, unterstützen und die Kraft schenken, zu ihrer Homosexualität zu stehen. An diesem Datum finden meist von Verbänden und anderen Institutionen Aktionen, Kundgebungen oder kleinere Umzüge statt. Es ist kein Tag, an dem geklagt wird. Im Gegenteil – Entschlossenheit wird gefördert und gegen Diskriminierung wird gekämpft.

Den Ursprung dieser Aktion liegt in den USA. Im Jahr 1987 wurde am 11. Oktober in Washington D.C. der zweite „March on Washington for Lesbian and Gay Rights“ veranstaltet. Zu dieser Zeit demonstrierten jede Menge Menschen für die Gleichberechtigung von Homosexuellen. Zu dem Thema Coming-out wird an diesem Datum gesprochen. Besonders aber gilt es hier, sich seiner Neigung bewusst zu sein und der Welt mitzuteilen, dass man trotz allem glücklich ist. Es ist keine Demonstration im klassischen Sinne. Der Coming-out-Day steht für Frieden und ganz viel Nächstenliebe!

LGBTI* - höhere Gefahr, psychisch zu erkranken

Egal ob Lesbe oder männerliebend, in der LGBTI*-Gesellschaft sind psychische Leiden weit verbreitet, aufgrund der Ablehnung, Homophobie oder Diskriminierung ihrer sexuellen Neigung. Den Menschen ist oft schon bewusst, dass sie das gleiche Geschlecht lieben, aber nach außen geben sie sich nicht zuerkennen. Das ist zermürbend. Schwul oder lesbisch zu sein, bedeutet für manche Jugendliche eine unschöne Zeit. Oft machen sie Erfahrung mit Gewalt jeglicher Art, entwickeln Essstörungen oder eine Depression.

Die soziale Ausgrenzung oder eine ablehnende Familie trägt zum Übel drastisch bei. Ohne Unterstützung ist die Suizidrate unter homosexuellen Teenagern vier- bis siebenfach höher, als bei Jugendlichen die heterosexuell sind. Organisationen wie Coming-out-Day e.V. haben sich zur Aufgabe gemacht, den schwulen Jungen und den lesbischen Mädchen einen gleichwertigen Start ins Leben zu bescheren. Sie unterstützen so zum Beispiel Jugendprojekte, die LGBTI* thematisieren und die Teenager im Selbstwert stärken.

Im Zeichen des Coming-out-Days

In der LGBTI*-Szene setzen einige Leute ein Zeichen: Das Coming-out ist nichts, wofür man sich schämen sollte. Es ist etwas Wundervolles zu sich selbst zu stehen und in die Welt hinauszurufen, dass man sich selbst so akzeptiert, wie man ist. Ein Coming-out bedeutet für viele homosexuelle Singles und Paare, dass sie ein Recht auf ihre freie Liebe haben und das es keineswegs verwerflich sein darf, Glück in der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft zu finden. Aber auch andere queere Leute, wie Transgender oder nicht-binäre Personen erleben ein Coming-out. Ein stabiles soziales Umfeld erleichtert ihnen das Outing. Viele sehen den Aktionstag, ähnlich wie den Pride Month, als perfekte Gelegenheit für das eigene Coming-out.

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