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„Somewhere over the rainbow“ Streifzug durch die Welt der Operette und des Musicals

Von js - 20.09.2017 - 11:00 Uhr
Frau Dr. Birgit Meyer // © Teresa rothwangl
Foto: Frau Dr. Birgit Meyer // © Teresa rothwangl
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Am 21. Oktober 2017 feiert das Stück „Somewhere over the Rainbow“ der Oper Köln, Premiere im Staatenhaus. Mitglieder des Ensembles und des internationalen Opernstudios der Oper Köln werden gemeinsam mit Special Guest Helen Donath zahlreiche Hits aus Operette und Musical präsentieren.

Frau Dr. Birgit Meyer ist die Intendantin der Oper Köln und hat uns ein paar Fragen zum Stück beantwortet.

Warum heißt das Stück gerade „Somewhere over the Rainbow“?
„Somewhere over the rainbow“ ist ein Song aus dem Musical „Der Zauberer von Oz“. Die kleine Dorothy wird in diesem Stück durch einen Wirbelsturm in ein fernes Zauberland „geweht“, in das Land des Zauberers von Oz. Und das liegt eben „Somewhere over the rainbow“: Irgendwo über dem Regenbogen… Dargeboten wird dieser Song von Special Guest Kammersängerin Helen Donath, die als Amerikanerin mit diesem Musical seit Kindesbeinen vertraut ist. Sie ist seit Jahrzehnten ein Weltstar der Opernbühne und hat ihre Karriere ab der Oper Köln begonnen.

Welche Stücke werden dargeboten?
Wir präsentieren bekannte Lieder aus der Goldenen und Silbernen Ära der Operette von Komponisten wie z.B. Johann Strauß, Franz Lehár oder Emmerich Kálmán. Dabei kommen die Zuhörer in den Genuss so bekannter Lieder wie „Dein ist mein ganzes Herz“, „Freunde, das Leben ist lebenswert!“ oder „Lippen schweigen, s’ flüstern Geigen“ und „Da geh ich zu Maxim“. Aber auch selten zu hörende Lieder wie „Die Tauben von San Marco“ aus der „Nacht in Venedig“ und „Ich bin nur ein armer Wandergesell“ aus dem „Vetter von Dingsda“ werden dargeboten. Nach dem 2. Weltkrieg war die Operettenproduktion versiegt, dafür kam von Amerika das klassische amerikanische Musical nach Europa. So setzen wir unseren Streifzug fort mit Songs u.a. aus der „West Side Story“, „Showboat“, „The Sound of Music“ und eben: dem „Zauberer von Oz“.

Wie viele Menschen wirken bei solch einer Produktion mit?
Bei dieser Produktion wirken auf der Bühne ca. 15 Sängerinnen und Sänger mit, der Chor der Oper Köln und das Gürzenich-Orchester, das Orchester der Oper Köln. Chor und Orchester sind zusammen etwa 90 Mann stark. Also schon einmal über 100 Agierende auf der Bühne. Und natürlich sind hinter den Kulissen zahlreiche Abteilungen wie Licht und Ton, Ankleider sowie ein Regieassistent und ein Inspizient beschäftigt. Dazu kommt wie bei allen Veranstaltungen unser Einlasspersonal, das ab dieser Spielzeit übrigens in neue, schöner Arbeitskleidung, die über den Sommer in den hauseigenen Kostümwerkstätten angefertigt wurde, zum Einsatz. Last but not least hat der Abend zwei Moderatoren: der Chefdramaturg der Oper Köln, Georg Kehren und ich werden gemeinsam durch den bunten Abend führen.

Wie kam die Idee zu diesem Stück?
Wir haben selber große Lust, die genannten Lieder, Melodien und Songs zum Klingen zu bringen. Ich habe ja lange an der Volksoper Wien gearbeitet und war an vielen Operetten-Aufführungen beteiligt. Dabei habe ich durchaus eine Liebe zu diesem Genre entwickelt. Man meint vielleicht, Operette sei „so leicht“. Aber tatsächlich stellt sie z.T. besonders hohe Anforderungen an die Interpreten!

Wie groß ist der Koordinationsaufwand von der Planung bis zum Auftritt?
Der Vorlauf beträgt ungefähr 4 Wochen. Von der Auswahl der Stücke über die Bestellung und Einrichtung der Noten. Zahlreiche Besprechungen zwischen den verschiedenen beteiligten Abteilungen und schließlich die Proben mit Chor, Orchester und Solisten unter der Leitung des Dirigenten Claude Schnitzler. Auch auf der Bühne wird es vorab eine Generalprobe mit Licht und Ton geben. Alles zusammen ein großer Aufwand! Aber anders ist die von uns angestrebte Qualität nicht zu erreichen.

Welches Publikum möchte man mit dem Stück erreichen?
Wir möchten natürlich möglichst viele Zuschauer in das Staatenhaus locken. Grundsätzlich wird dieser Abend jeden ansprechen, der Lust hat auf bekannte Operettenmelodien und Musicalsongs dargeboten in allerbester musikalischer Qualität!

Ist nach den bisher geplanten Spielterminen eine Wiederaufnahme geplant?
Nein, bisher ist keine Wiederaufnahme geplant, wir freuen uns aber, unser Publikum an insgesamt drei Terminen willkommen zu heißen (21.und 25.10 um 19:30 Uhr sowie am 29.10 um 18 Uhr).

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