Wrestler Anthony Bowens Der erste offen schwule Wrestler-Champion betont positive Vorbilder
Der schwule Wrestler und Baseball-Fan Anthony Bowens (35) hat die Wrestling-Promotion All Elite Wrestling (AEW) für ihre Unterstützung von LGBTIQ+-Wrestlern gewürdigt. Er betonte, dass er sich von Anfang an „wohl“ gefühlt habe, nachdem er 2020 dem AEW-Roster beigetreten war und die Vielzahl an queeren Talenten im Team gesehen hatte.
Schwuler Pionier im Wrestling
„Ich bin wirklich froh, dass AEW seinen Darstellern erlaubt, sie selbst zu sein, egal wie das aussieht“, sagte der 35-jährige ehemalige Tag-Team-Champion in einem Interview mit den Phoenix New Times. „Das ist eines der größten Vorteile, hier zu arbeiten, und einer der Gründe, warum ich überhaupt hierher wollte.“ Bowens, der als Teil des Tag-Teams „The Acclaimed“ antrat, wurde 2022 der erste offen schwule Wrestler, der einen AEW-Titel gewann, als er die AEW World Tag Team Championship errang. Nach einem Konflikt mit seinem Tag-Team-Partner Max Caster im Januar 2025 startete er eine Solo-Karriere und trat im Juli 2025 im Casino Gauntlet-Match der Männer an.
Vorbild im „harten Männersport“
Bowens hob hervor, dass AEW den Weg für LGBTIQ+-Talente geebnet und die Förderung von Diversität und Akzeptanz in der Wrestling-Branche vorangetrieben habe. „Als ich damals anfing und nach einem Job suchte, sah ich LGBTIQ+-Performer, die einfach sie selbst waren, wie Nyla Rose und Sonny Kiss“, erklärte er. „Ich fühlte mich sofort wohl. Es war ein Ort, an dem ich nicht darauf achten musste, was ich sagte, mein Privatleben verbergen musste oder ständig über meine Schulter schauen musste.“
Trotz dieser Fortschritte in der Branche betonte Bowens allerdings auch, dass viele homosexuelle und queere Wrestler noch immer Diskriminierung erfahren würden, sei es offen oder subtil. Die Repräsentation von LGBTIQ+-Talenten habe sich jedoch bereits deutlich verbessert. „Es gibt viele LGBTIQ+-Performer in verschiedenen Unternehmen und auf verschiedenen Ebenen, und es ist großartig, das zu sehen“, erklärte Bowens. „Hoffentlich helfe ich dabei, die Türen für mehr LGBTIQ+-Athleten zu öffnen und eine positive Repräsentation im Profi-Wrestling zu schaffen.“