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Schwuler Rugby-Spieler Kyle Tayler heiratet nach Coming-out seinen Partner

Von tb - 27.08.2026 - 18:30 Uhr
Rugby-Spieler Kyle Tayler heiratet nach Coming-out seinen Partner
Foto: © instagram.com/newport_r.f.c
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Der walisische Rugbyspieler Kyle Tayler hat im Juli einen wichtigen persönlichen und gesellschaftlichen Schritt gemacht: Nach mehreren Jahren der Unsicherheit über sein Coming-out als schwuler Mann im Rugby, heiratete er seinen langjährigen Partner George Woolston. Der 30-Jährige, der für Newport RFC aktiv ist, erklärte gegenüber BBC Sport, dass er sich am Anfang große Sorgen über die Reaktionen seiner Mitspieler und des Rugbyumfelds machte. Der offene Umgang mit seiner sexuellen Orientierung und die Unterstützung durch Verein und Familie hätten ihm letztlich neue Freiheit gegeben.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Kyle Tayler, Rugbyspieler bei Newport RFC, hat 2026 seinen Partner George Woolston geheiratet.
  • Tayler hatte lange Angst vor Diskriminierung im Rugby wegen seiner Homosexualität.
  • Das Coming-out verlief positiv, sowohl innerhalb der Familie als auch beim Verein.
  • Der Verein Newport RFC und das Umfeld haben laut Tayler Vielfalt offen akzeptiert.
  • Tayler fordert weitere Öffnung und Sicherheit für queere Sportlerinnen und Sportler im Rugby.

 

Akzeptanz beim Rugbyverein Newport als Wendepunkt

Tayler berichtet, dass er sich 2018 zum ersten Mal seinen Mannschaftskollegen anvertraute. Die Rückmeldung sei „ermutigend“ gewesen, wie Tayler betont. Nach eigenen Angaben war seine größte Sorge, dass seine Leistung auf dem Feld durch die Offenlegung seiner Sexualität überlagert werden könnte. Das Gegenteil sei beim traditionellen Newport RFC eingetreten: Mannschaft, Trainer und Umfeld hätten uneingeschränkt zu ihm gestanden. Auch Trainer Ty Morris, so Tayler, habe sofort klargestellt, dass nur sportliche Leistungen und nicht private Umstände für die Teamaufstellung entscheidend seien.

 

Persönliche Erleichterung und gesellschaftlicher Fortschritt

Vor dem Outing führte Tayler nach eigenen Worten ein „doppeltes Leben“ und empfand den Druck, seine Identität zu verbergen, als „mental anstrengend“. Nach dem Coming-out erlebte er eine spürbare Entlastung: Er könne nun offen mit seinem Ehemann auftreten und fühle sich „als Teil einer großen Familie“ bei Newport. Besonders hebt er hervor, dass er im Rugby nie homophobe Anfeindungen erlebt habe. Tayler sieht darin einen Beleg für den Wandel im Rugby und hofft, dass sein Beispiel anderen queeren Spielerinnen und Spielern Mut macht.

 

Forderung nach mehr Sichtbarkeit und Sicherheit

Trotz durchweg positiver Erfahrungen schildert Tayler, dass der Weg zu Offenheit und Akzeptanz im Sport keineswegs selbstverständlich sei und fordert weitergehende Veränderungen. Nach seinen Worten sollen in allen Teams Bedingungen herrschen, die Selbstverständlichkeit von queeren Identitäten ermöglichen. Tayler schließt sich der Forderung vieler Aktivistinnen und Aktivisten an, dass persönliche Lebensweisen keine Hürde im Mannschaftssport sein dürfen. Die Entwicklung im Newport RFC sieht er als Zeichen für eine tolerantere Zukunft des Rugbysports, offen für Spielerinnen und Spieler jeden Hintergrunds.

Beim walisischen Newport RFC beginnt für Tayler nun die elfte Saison, in der er ausdrücklich als offen schwuler Spieler willkommen bleibt. Über weitere Initiativen zur Prävention und Sichtbarkeit im Sport berät der Verein nach eigenen Angaben in den kommenden Monaten.

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