Mit einem unerwarteten Auftritt in einer der bekanntesten britischen Unterhaltungssendungen hat Prinz William für Aufsehen gesorgt. Der 44 Jahre alte Thronfolger nahm in einer Spezialausgabe der „Graham Norton Show“ Platz und zeigte sich dabei von einer persönlichen und humorvollen Seite. Neben seinem Engagement für den Umweltschutz sprach er über seine Familie, seine Begeisterung für Filme und die Berufe, die er als Kind gerne ergriffen hätte.
Das Wichtigste im Überblick
- Überraschender TV-Auftritt: Prinz William war in einer Spezialausgabe der britischen „Graham Norton Show“ zu sehen. Sein Besuch wurde zuvor nicht angekündigt.
- Premiere für die Royals: Laut dem Magazin „Hello!“ nahm erstmals ein aktives Mitglied der britischen Königsfamilie auf dem Sofa der des offen schwulen Talkmasters Norton Platz.
- Ungewöhnliche Berufswünsche: Als Kind wollte William Polizist werden. Später interessierte er sich auch für eine Karriere als DJ.
- Filmfan mit klaren Vorlieben: Der Thronfolger schwärmte von Regisseur Christopher Nolan und dessen „Dark Knight“-Filmen.
- Fernsehbegeisterte Kinder: Prinzessin Charlotte und Prinz Louis lieben nach Angaben ihres Vaters die britische Realityshow „Celebrity Traitors“.
- Im Mittelpunkt der Sendung stand der von William gegründete Earthshot Prize, dessen Gewinner im November in Mumbai ausgezeichnet werden sollen.
Thronfolger überraschend im TV
Der Sohn von König Charles III. (77) kam überraschend in die Sendung, sein Besuch war im Vorfeld nicht angekündigt worden. Wie das britische Magazin „Hello!“ berichtete, handelte es sich um eine Premiere: Erstmals war demnach ein arbeitendes Mitglied der königlichen Familie als Gast auf dem Sofa der beliebten Talkshow des schwulen Moderators Graham Norton (63) gesessen haben. Die besondere Ausgabe widmete sich dem Earthshot Prize, einer von William ins Leben gerufenen Auszeichnung für innovative Umwelt- und Klimaschutzprojekte. Zunächst begrüßte Moderator Norton drei angekündigte Gäste, die sich ebenfalls für den Earthshot Prize engagieren. Mit dabei waren die australische Schauspielerin Cate Blanchett (57), der Naturschützer Robert Irwin (22) sowie die britische Schauspielerin Hannah Waddingham (52), die unter anderem durch die Erfolgsserie „Ted Lasso“ bekannt wurde. Dazu kam außerdem Sänger-Songwriterin Jorja Smith (29). Während des Gesprächs über die Umweltinitiative sorgte Norton für eine unerwartete Wendung, als er plötzlich auch Prinz William auf das Sofa bat.
Fokus Klimawandel
Der Thronfolger beteiligte sich anschließend an der Diskussion über die Herausforderungen des Klimawandels und die Frage, wie sich dringender Handlungsbedarf mit Zuversicht verbinden lässt. William hatte den Earthshot Prize 2020 gegründet. Mit der Auszeichnung sollen Ideen und Projekte gefördert werden, die konkrete Lösungen für Umweltprobleme entwickeln und deren Verbreitung vorantreiben. Die diesjährigen Preisträger sollen im November bei einer Zeremonie in der indischen Metropole Mumbai bekannt gegeben werden. Doch nicht ausschließlich der Umweltschutz bestimmte das Gespräch. Norton nutzte den ungewöhnlichen Besuch auch, um seinem königlichen Gast einige persönliche Einblicke zu entlocken.
Prinz William wollte Polizist werden
Dass Prinz William eines Tages König werden soll, steht aufgrund seiner Stellung in der britischen Thronfolge seit seiner Geburt fest. Als ältester Sohn von König Charles III. wurde er früh auf seine künftigen Aufgaben vorbereitet. Seine eigenen Kindheitsträume sahen allerdings anders aus. In der Talkshow verriet William, dass er sich früher durchaus andere berufliche Wege vorstellen konnte. Besonders ein Beruf hatte es ihm als Junge angetan. „Als ich jünger war, wollte ich eigentlich Polizist werden, ich dachte, ich wäre ein guter Polizist. Und dann gab es eine Phase, in der ich DJ werden wollte – ich war allerdings nicht besonders gut darin“, erzählte der Prinz. Auch über seine Freizeitinteressen sprach William ungewöhnlich offen. Neben seiner langjährigen Unterstützung für den englischen Fußballverein Aston Villa zählt das Kino zu seinen Leidenschaften.
Filmleidenschaft für Batman
Besonders angetan hat es ihm der britisch-amerikanische Regisseur Christopher Nolan (56), dessen Filme häufig komplexe Geschichten mit spektakulären Bildern und psychologischen Themen verbinden. „Ich liebe Filme, in die man richtig eintauchen und über die man intensiv nachdenken kann. Actionfilme mag ich ebenfalls, aber ich sehe auch gern etwas anderes“, so William. Anschließend erklärte er ausführlicher, warum ihn Nolans Arbeiten besonders begeistern. „Ich bin ein großer Fan von allem, was Christopher Nolan macht. Seine Filme sind fantastisch. Die 'Dark Knight'-Reihe ist psychologisch düster und tiefgründig – das liebe ich einfach. Er nimmt Konzepte, die völlig abwegig erscheinen, und macht daraus unglaublich unterhaltsame Filme.“ Vor allem die düstere Interpretation der Batman-Geschichte scheint bei William einen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben.
Vorliebe für britische Realityshow
Noch persönlicher wurde das Gespräch, als William über die Fernsehgewohnheiten seiner Familie berichtete. Demnach wird auch im Haushalt des britischen Thronfolgers gerne gemeinsam ferngesehen. Eine bestimmte Realityshow hat es der Familie dabei besonders angetan: „Celebrity Traitors“. Vor allem Prinzessin Charlotte (11) und Prinz Louis (8) seien von der Sendung begeistert. „Ich liebe die Sendung, und die ganze Familie liebt sie. Charlotte und Louis sind geradezu besessen davon. Das ist wirklich gutes Fernsehen“, schwärmte William.
Bei „Celebrity Traitors“ handelt es sich um ein britisches Realityformat, in dem die Teilnehmer einander misstrauen und versuchen müssen, versteckte Verräter innerhalb der Gruppe zu entlarven – einer der berühmtesten Teilnehmer war 2025 der schwule britische Olympiagewinner Tom Daley. In diesem Jahr sorgte Show-Kandidat und Heartstopper-Schauspieler Sebastian Croft und seine mögliche geheime Ex-Beziehung mit Kollege Joe Locke für viel Schlagzeilen. In dem Spiel stehen zwei sogenannte Verräter einer Gruppe von 19 Loyalen gegenüber. Die Verräter versuchen, ihre Mitspieler nach und nach symbolisch zu „töten“, ohne dabei entdeckt zu werden. Das Format setzt auf psychologische Täuschung, Verdächtigungen und überraschende Wendungen.