Direkt zum Inhalt

Kerkeling for Präsident? „Noch hat mich niemand gefragt“

Von ms - 15.09.2026 - 11:00 Uhr
Kerkeling for Präsident?
Foto: IMAGO / Bildagentur Monn
ANZEIGE
Loading audio player...

Hape Kerkeling (61) kann sich derzeit nicht festlegen, wie er auf ein Angebot für das Amt des Bundespräsidenten reagieren würde. In der niederländischen Fernsehsendung „Buitenhof“ wurde der Entertainer und Komiker gefragt, ob er eine Kandidatur beziehungsweise das Amt annehmen würde.

Das Wichtigste im Überblick

  • Hape Kerkeling weiß nach eigenen Worten noch nicht, ob er das Amt des Bundespräsidenten übernehmen würde.
  • Eine Online-Petition fordert, den Entertainer für das höchste deutsche Staatsamt vorzuschlagen.
  • Mehr als 145.000 Menschen haben den Aufruf inzwischen unterzeichnet.
  • Kerkeling sagt, er habe nie damit gerechnet, dass ihn jemand als möglichen Bundespräsidenten sehen könnte.
  • Mit Blick auf die AfD spricht er nach der Wahl in Sachsen-Anhalt von Angst angesichts des Ergebnisses.
  • Als Gründe für die Unzufriedenheit in Sachsen-Anhalt nennt er unter anderem wirtschaftliche und soziale Probleme.
  • Zugleich betont Kerkeling, die Mehrheit der Deutschen seien weiterhin überzeugte Demokraten.

Kerkeling lässt Frage offen

Seine Antwort fiel deswegen auch zurückhaltend aus: „Noch hat mich niemand gefragt“, sagte der 61-Jährige. Zugleich machte er deutlich, dass er sich mit der Frage bislang nicht konkret beschäftigt habe: „Ich habe noch keine Antwort darauf.“ Dabei gibt es bereits seit längerer Zeit eine Initiative, die Kerkeling als möglichen Kandidaten für das höchste Staatsamt ins Gespräch bringen will. Eine entsprechende Online-Petition auf der Plattform der Kampagnenorganisation Campact hat inzwischen über 145.000 Unterschriften gesammelt. Kerkeling selbst erklärte, er hätte in seinem Leben niemals erwartet, dass überhaupt jemand auf die Idee kommen könnte, ihn mit dem Amt des Bundespräsidenten in Verbindung zu bringen. Die Aufgabe wäre aus seiner Sicht allerdings mit erheblichen Herausforderungen verbunden. „Aber es wäre doch sehr schwer. Vielleicht ist die Rente besser, als Präsident von Deutschland werden – auch wenn es eine große Ehre wäre“, so Kerkeling weiter. 

AfD-Ergebnis bereitet Sorgen

In der Sendung äußerte sich Kerkeling außerdem zum Erfolg der AfD bei der Wahl in Sachsen-Anhalt. Das Ergebnis habe bei ihm Sorgen ausgelöst und ihm Angst gemacht. „Ich denke, dass es in Sachsen-Anhalt natürlich große Probleme gibt: wirtschaftliche Probleme, soziale Probleme“, sagte Kerkeling. Die hohen Erwartungen, die nach der deutschen Wiedervereinigung bestanden hätten, seien seiner Einschätzung nach nicht erfüllt worden.

Dass dennoch so viele Menschen ihre Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation ausgerechnet mit der AfD verbänden, könne er nicht nachvollziehen. Für ihn sei es unbegreiflich, dass Wähler dafür sogar das Risiko einer Einschränkung von Freiheit in Kauf nähmen. Trotz des Wahlergebnisses sieht Kerkeling Anlass zur Zuversicht. Ihm mache Mut, dass weiterhin eine Mehrheit der Menschen in Deutschland überzeugte Demokraten seien. „Die Grundlage, die wir in Deutschland haben, ist unser Grundgesetz, und dieses Grundgesetz ist stark“, sagte der Entertainer.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

hessenschauTanzen gegen die Einsamkeit: Ein Ort, an dem sich queere Menschen nicht erklären müssenBerliner MorgenpostDie Sehnsucht im Italien der bleiernen Jahre: „Buch der Träume“WDRComing-Out-Days: Queeres Leben auf dem LandWDRDüsseldorfer spricht über Coming-out und IdentitätAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wo würdest du ein erstes Date am liebsten verbringen?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Bond-Star am Tresen

Ein Pub mit Geist und Geschichte

Daniel Craig steigt beim Horseshoe in London ein. Drei Gastronomieprofis sind dabei – und der Bond-Star bringt eigene Pub-Erfahrung mit.
Peter Illmann blickt zurück

Nach dem Outing erleichtert

Peter Illmann wollte keine Coming-out-Schlagzeile. Rückblickend fühlte sich der Kultmoderator dennoch erleichtert – und spricht über die Hintergründe.
Michael Johnstons Kampf

„Schwule kommen in die Hölle“

Der schwule Schauspieler Michael Johnston wuchs mit der Angst vor der Hölle auf. Erst Jahre später konnte er seine Homosexualität akzeptieren.
Greg Louganis und die Liebe

Single mit 66: Und was jetzt?

Der schwule Olympiasieger Greg Louganis spricht mit 66 Jahren über die Partnersuche, feste Gewohnheiten und die Freiheit eines Lebens als Single.
Lillard und queere Außenseiter

Horrorstar macht LGBTIQ+-Fans Mut

Schauspieler Matthew Lillard hofft, dass queere Menschen in der Neuverfilmung von „Carrie“ eigene Erfahrungen wiedererkennen und daraus Kraft schöpfen
Troye Sivan zeigt neue Seiten

Neues Album heute erschienen

Troye Sivan verbindet auf seinem neuen Album „She’s the Best“ erotische Fantasien, schwule Lebensfreude und die Sehnsucht nach Liebe.
„Die Nanny“ erobert Frankfurt

Fran Drescher bei „Die Zweiflers“

Community-Liebling und „Nanny“-Star Fran Drescher übernimmt eine wichtige Rolle in der zweiten Staffel der preisgekrönten ARD-Serie „Die Zweiflers“.
Céline Dion gestürzt

Schockmoment bei Konzert

Ein Sturz, ein vergessener Songtext und Tränen: Bei Céline Dions Konzert in Paris sorgen 35.000 Fans für einen besonderen Moment.