„Impfen macht schwul“ Islamischer Medizinmann warnt vor „Nebenwirkungen“
Abbas Tabrizian ist ein 68-jähriger Geistlicher, der die moderne Medizin ablehnt und sie als „ein Projekt der Zionisten, Amerikaner und des Imperialismus“ gegen Muslime deklariert. Im Iran ist er als „islamischer Medizinmann“ und Verschwörungstheoretiker bekannt, im Ausland seit seinen letzten Äußerungen als Komiker. Auf Telegramm wendete er sich an seine über 200.000 Follower mit den Worten: „Geht nicht in die Nähe von denen, die den COVID-19-Impfstoff erhalten haben. Aus ihnen sind Homosexuelle geworden.“ Eine steile medizinische These von jemanden, der Krankheiten mit Gebeten, Veilchenöl, Kamelurin und Honig-Bandagen behandelt.
Im Gegensatz zum Ausland hatte das iranische Gesundheitsministerium weniger Humor und so stellte Presseleiter Kianusch Dschahanpur klar: „Das sind nicht nur abergläubische und blödsinnige Ansichten, sondern auch eine illegale Einmischung in die gesundheitspolitischen Angelegenheiten des Landes. Diese Art von Stimmungsmache muss juristische Konsequenzen haben.“
Für den unwahrscheinlichen Fall, dass er recht hat, könnte man Chris Hemsworth schnellstmöglich impfen – seiner Gesundheit wegen, natürlich.