Happy Birtday Dot Marie Jones Eine kraftvolle Stimme für die LGBTIQ+-Community
Dot Marie Jones zählt zu den markantesten Persönlichkeiten der US-Fernsehlandschaft – und zu den sichtbarsten Stimmen für Gleichberechtigung und Vielfalt. Heute wird die lesbische Aktivistin 62 Jahre alt.
Von der Sportlerin zur Schauspielerin
Die 1964 in Turlock, Kalifornien, geborene Schauspielerin und frühere Spitzenathletin wurde weltweit vor allem durch ihre Rolle als Coach Shannon Beiste in der Erfolgsserie „Glee“ bekannt. Doch Jones’ Bedeutung reicht weit über ihre Fernsehkarriere hinaus: Seit Jahren setzt sie sich aktiv für die Rechte und Sichtbarkeit der LGBTIQ+-Community ein. Bevor Jones überhaupt vor einer Kamera stand, war sie eine herausragende Athletin. Sie gewann 15 Weltmeistertitel im Armdrücken und spielte College-Softball.
Erst Ende der 1980er-Jahre wurde sie zufällig für das Fernsehen entdeckt und baute anschließend eine vielseitige Karriere in Film und Serie auf – darunter Rollen in „Eine schrecklich nette Familie“, „Lizzie McGuire“ und später „Glee“, wo sie dreimal für den Emmy als beste Nebendarstellerin nominiert wurde. Besonders die Figur der Coach Beiste, eine kraftvolle, warmherzige und später trans* Identität thematisierende Charakterrolle, verschaffte Jones große Anerkennung. Die Serie setzte ein starkes Signal für queere Sichtbarkeit im Mainstream – ein Thema, das Jones intensiv unterstützt.
Offen lesbisch – und offen für Engagement
Dot Marie Jones lebt offen lesbisch. 2013 verlobte sie sich öffentlich mit Bridgett Casteen; wenige Monate später heiratete das Paar in Kalifornien. Jones nutzte ihre Bekanntheit seitdem immer wieder, um Themen wie Diskriminierung, Coming-Out-Prozesse, Respekt im Sport und schulische Aufklärung sichtbar zu machen. Sie engagierte sich mehrfach für Projekte wie die Trevor Project-Initiativen zur Suizidprävention unter queeren Jugendlichen, Kampagnen gegen Mobbing an US-Schulen oder Programmen zur Förderung von Akzeptanz im Sportumfeld.
Bei Panels, Konferenzen und Fanveranstaltungen sprach sie offen über ihre eigenen Erfahrungen als lesbische Frau im Leistungssport und in Hollywood und betonte, wie wichtig positive Rollenmodelle für queere Jugendliche seien. Jones betonte wiederholt, dass mediale Sichtbarkeit nicht ausreicht: „Repräsentation ist wichtig, aber sie muss von echten Menschen mit echten Stimmen begleitet sein.“ Genau diese Kombination verkörpert sie selbst – nicht nur als Darstellerin, sondern als authentisch lebende Aktivistin.
Bedeutung für die Community
Durch ihre Präsenz in „Glee“ inspirierte Jones überdies zahllose Zuschauer, die sich mit Geschlechternormen, Körperbildern oder ihrer eigenen sexuellen Identität auseinandersetzten. Ihre Figur zeigte, dass Stärke und Verletzlichkeit zusammengehören können – und dass queere Geschichten im Fernsehen weder Randthemen noch Klischees sein müssen. Zugleich bleibt sie ein wichtiges Vorbild für queere und lesbische Frauen im Sport, ein Feld, das noch immer von Unsichtbarkeit und Stigmatisierung geprägt ist.