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Erinnerungen an den Brokeback

Erinnerungen an den Brokeback Aktionen zum Jubiläum des schwulen Kinomeisterwerks

ms - 13.08.2025 - 13:00 Uhr
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Vor zwanzig Jahren veränderte „Brokeback Mountain“ Hollywood – und den Blick auf Schwule. Bis heute ein Meisterwerk der Kinokunst feiert das Werk von Regisseur Ang Lee derzeit sein zwanzigjähriges Jubiläum inklusive einer Vinyl-Edition des Soundtracks und Sondervorführungen. Darauf angesprochen, betonte auch Hauptdarsteller Jake Gyllenhaal (44), wie besonders und wichtig der Film bis heute ist. 

Ein herzzerreißender Moment

Noch heute erinnert sich Gyllenhaal auch an die „herzzerreißenden Reaktion“ vieler schwuler Fans von damals. Im Gespräch mit Vanity Fair anlässlich des 20-jährigen Jubiläums erwähnte Gyllenhaal dann einen ganz besonderen Moment, an den er sich auch zwei Jahrzehnte später noch oft erinnert – und der ihm bis heute sehr zu Herzen geht. 

„Heath und ich waren bei einer Fragerunde im Aero Theater in Los Angeles. Ich erinnere mich, dass wir zum Abendessen gingen, während der Film gezeigt wurde, und wir scherzten hinter der Bühne. Und ich erinnere mich, dass wir in einer humorvollen Stimmung auf die Bühne kamen, weil wir einfach Spaß miteinander hatten. Und wir setzten uns hin, und das Licht ging an, und ein Mann stand auf, und der Film war seit eineinhalb Wochen im Kino, und er sagte: 'Ich möchte nur sagen, dass ich diesen Film jetzt zum elften Mal gesehen habe. Und ich kann nicht aufhören, ihn zu sehen, und ich möchte euch allen danken, dass ihr ihn gemacht habt´.“

Gyllenhaal weiter: „Ich dachte damals zuerst: Elf Mal in zehn Tagen? Und ich erinnere mich, wie das dann über uns hereinbrach. Die tiefe Einsicht über die Tragweite dieser Geschichte. Das passierte daraufhin ständig, es passiert bis heute. Ich kann daher gar nicht sagen, wie stolz ich auf diesen Film bin.“ 

Ein Herzensprojekt für Heath Ledger 

Wie ernst beide jungen Schauspieler fortan den Film nahmen, zeigten auch Reaktionen von Heath Ledger. Er weigerte sich so beispielsweise rigoros, an einer Parodie-Szene zur Oscarverleihung mitzumachen: „Es ist für mich kein Witz – ich will darüber keine Witze machen.“ Gegenüber einem Reporter, der den Film als „ekelhaft“ bezeichnete, sagte er: „Ich denke, es ist echt schade und kindisch, dass Menschen keine Mühen scheuen, um ihren Ekel und ihre negativen Ansichten auszudrücken über die Art, wie zwei Menschen einander lieben. Der Film will zeigen, dass die Liebe zwischen zwei Männern genauso rein und schützenswert ist wie die zwischen heterosexuellen Partnern.“ 

Bereits vor seinem Durchbruch hatte Ledger schwule Filmrollen gespielt. Im Januar 2008 starb der junge Schauspieler im Alter von gerade einmal 28 Jahren, bei der Obduktion waren Opioide gegen Angststörungen und Panikattacken nachgewiesen worden. Postum wurde er 2009 mit dem Oscar als bester Nebendarsteller für seine Rolle des Jokers in „The Dark Knight“ ausgezeichnet. „Brokeback Mountain“ war für acht Oscars nominiert und gewann drei, darunter auch den für die beste Regie. 

Jubiläumsfeiern rund um den Kultfilm

Zum 20. Jubiläum kommt der Film erneut in einige ausgewählte Kinos und wird als Sondervorführung auch bei queeren Filmfestivals gezeigt. Darüber hinaus wird Mitte September eine Vinyl-Edition des ursprünglichen Film-Soundtracks erscheinen inklusive eines 16-seitigen Booklets mit seltenen Fotos und oscarprämierten Kompositionen von Gustavo Santaolalla sowie Auftritte von Künstlern wie Willie Nelson, Rufus Wainwright, Teddy Thompson, Emmylou Harris und Linda Ronstadt.

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