Caleb Shomo hat eine klare Antwort für alle, die nach seinem Coming-out keine Beartooth-Fans mehr sein wollen: Seine Freiheit ist ihm wichtiger. Im neuen Interview mit USA TODAY vom 31. Oktober spricht der Sänger darüber, was sich seit seinem öffentlichen Bekenntnis im Mai verändert hat.
Das Wichtigste im Überblick
- Caleb Shomo ist Frontmann der Rockband Beartooth.
- Seit Mai lebt er öffentlich als schwuler Mann.
- Im aktuellen Interview berichtet er von Ablehnung in Teilen der Fangemeinde.
- Seine neue Offenheit bereut der Musiker trotzdem nicht.
- Auf „Pure Ecstasy“ verarbeitet er seinen persönlichen Umbruch.
Ein Leben ohne Versteckspiel
Natürlich gehe die Veränderung an der Band nicht spurlos vorbei, erklärt der Musiker. Doch statt sein Auftreten an den Erwartungen anderer auszurichten, will er sich im Alltag und auf der Bühne endlich wohlfühlen. Die Möglichkeit, ehrlich zu leben, wiegt für ihn schwerer als die Zustimmung jedes einzelnen Hörers.
Der neue Bericht knüpft an eine bewegte Zeit an: Über Shomos Coming-out und die eingereichte Scheidung nach 14 Jahren Ehe hatte SCHWULISSIMO bereits berichtet. Jetzt geht es um das Leben danach.
Neue Freiheit, neue Musik
Im Interview mit NME vom 27. August beschrieb Shomo, warum er seine Geschichte selbst erzählen wollte: Die öffentliche Erklärung habe ihm den Druck genommen, seine Sexualität könnte gegen seinen Willen bekannt werden. Er wollte den Zeitpunkt und die Worte selbst bestimmen – statt anderen zu überlassen, wann und unter welchen Umständen die Öffentlichkeit von seiner Sexualität erfährt.
Auch musikalisch gehört der Umbruch inzwischen zu Beartooth. Das Album „Pure Ecstasy“ erschien im August; die Single „Free“ steht für die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität. Zwischen harter Gitarrenenergie und persönlicher Offenheit sucht Shomo seinen eigenen Weg. Eine Rückkehr ins Versteckspiel gehört offenbar nicht dazu.