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Born this way

Born this way Lady Gagas Hymne für die Community feiert Jubiläum

ms - 27.05.2026 - 14:00 Uhr
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Anfang 2011 befand sich Lady Gaga auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs. Die damals 24-Jährige dominierte weltweit die Charts und hatte innerhalb weniger Jahre mehrere internationale Hits sowie zwei erfolgreiche Alben veröffentlicht: „The Fame“ und „The Fame Monster“. Und dann kam die eine Hymne, speziell für die LGBTIQ+-Community. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Lady Gagas Album „Born This Way“ feiert 15-jähriges Jubiläum
  • Das Werk gilt als Meilenstein für queere Sichtbarkeit im Pop
  • Der Titelsong wurde zur Hymne der LGBTIQ+-Community
  • Gaga setzte früh politische Zeichen gegen Homofeindlichkeit
  • Das Album beeinflusste zahlreiche Popstars der 2010er Jahre
  • Die Botschaft ist heute aktueller denn je

Frühe Ally der Community 

Mit ihrem dritten Studioalbum „Born This Way“ erreichte die Sängerin schließlich einen Wendepunkt ihrer Karriere. Gaga hatte sich bereits zuvor als wichtige Ikone der LGBTIQ+-Community etabliert. Seit Madonna in den 1980er Jahren hat kaum ein anderer neuer Popstar eine vergleichbare Bedeutung für homosexuelle und queere Menschen entwickelt. Songs wie „Poker Face“ oder „LoveGame“ machten Gaga früh zu einer zentralen Figur der Popkultur. Gleichzeitig positionierte sie sich öffentlich gegen Homofeindlichkeit. Bereits 2009 forderte sie den damaligen US-Präsidenten Barack Obama dazu auf, seine Versprechen zur Gleichstellung von LGBTIQ+-Menschen einzuhalten.

Identität und Selbstbestimmung 

Mit „Born This Way“ floss dieses politische Engagement schließlich direkt in ihre Musik ein. Der Titelsong entwickelte sich zu einem kulturellen Wendepunkt und zu einer Hymne der homosexuellen und queeren Community. Bis heute darf der Song auf keiner schwulen Party fehlen. So singt Gaga: „No matter gay, straight, or bi / Lesbian, transgendered life / I’m on the right track, baby / I was born to survive“. Die Single wurde schnell zu einem Symbol gegen Vorurteile und Diskriminierung. Auch weitere Titel des Albums wie „The Edge of Glory“, „You and I“, „Marry the Night“ oder „Judas“ gelten bis heute als prägende Popsongs. Besonders „Judas“ verbindet provokante religiöse Bilder mit Fragen nach Identität und Selbstbestimmung. Das gesamte Album dreht sich um die Suche nach Identität und persönlicher Freiheit. Während Gaga in „Hair“ um bedingungslose Akzeptanz bittet, beschäftigt sie sich in „Bad Kids“ mit dem Umgang mit eigenen Schwächen und gesellschaftlicher Ablehnung. Trotz ernster Themen sollte das Album insgesamt stets von Hoffnung geprägt sein. Songs wie „Black Jesus + Amen Fashion“ standen so für Widerstandskraft und Selbstvertrauen. 

Öffentliche Gesellschaftskritik 

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung waren politische Botschaften in der Mainstream-Popmusik oft noch vergleichsweise ungewöhnlich. Gesellschaftskritische Inhalte haben damals vor allem eher den Hip-Hop und Rock geprägt. „Born This Way“ setzte so neue Maßstäbe und viele Künstler wurden dadurch dazu inspiriert, sich auch stärker gesellschaftlich zu positionieren. Sängerinnen wie Katy Perry oder Kesha griffen daraufhin später ähnliche Themen auf. Für eine Zeit orientierte sich der Mainstream-Pop dadurch deutlich stärker an queeren und homosexuellen Lebensrealitäten, immer stärker lag Hoffnung und Aufbruch in der Luft. 

Heute ist diese Entwicklung teilweise rückläufig, gerade mit Blick auf die US-Politik und den Rechten von LGBTIQ+-Rechten. Gerade deshalb wirkt die Botschaft von „Born This Way“ heute wieder so besonders relevant – vielleicht sogar mehr denn je. Das Album hat damals gezeigt, dass queere Themen keineswegs nur eine Nische sind. Die Platte verkaufte sich millionenfach und erreichte Platz eins der Charts in den USA und Großbritannien. Die Single „Born This Way“ war zudem der erste Nummer-Eins-Hit der US-Geschichte, in dem das Wort „transgender“ vorkam. Die wichtigste Botschaft des Albums ist jedoch zeitlos: Anders zu sein ist keine Schwäche, und die Gemeinschaft bleibe unverzichtbar. Danke, Lady Gaga. 

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