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Award für Michael Patrick King Mit “Sex and the City” viel queere Sichtbarkeit geschaffen

Von ms - 01.04.2026 - 14:00 Uhr
Auszeichnung für Michael Patrick King
Foto: IMAGO / WENN
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Bei der jährlichen Dinner-Veranstaltung der queeren Human Rights Campaign (HRC) in Los Angeles wurde der schwule Regisseur Michael Patrick King (71) für seinen Einsatz für mehr Sichtbarkeit der LGBTIQ+-Community geehrt. „Sichtbarkeit bleibt wichtig, und das Erzählen von Geschichten ist eines der stärksten Mittel dafür“, so ein Sprecher der HRC.

Wahrnehmungen verändern, Barrieren aufbrechen

Die Veranstaltung versammelte Unterhaltungspersönlichkeiten, Politiker und queere Aktivisten unter einem Dach. Im Mittelpunkt des Abends stand der Autor und Regisseur Michael Patrick King, langjähriger kreativer Kopf hinter „Sex and the City“ sowie der Fortsetzungsserie „And Just Like That…“ als auch von „2 Broke Girls“. King erhielt den Visibility Award der HRC. Entertainer RuPaul und Schauspielerin Lisa Kudrow („Friends“) überreichten King die Auszeichnung, unter den Gästen waren außerdem Niecy Nash-Betts, Brittany Bowe, Karen Bass und Kirsten Gillibrand. Die Mischung aus Hollywood-Prominenz und Politikern unterstrich den doppelten Fokus des Abends: Kultur und Politik.

Als King die Bühne betrat, betonte er die Kraft des Fernsehens, Wahrnehmungen zu verändern. Dabei ging es ihm weniger um persönliche Auszeichnungen, sondern um die Wirkung von Repräsentation. Er erklärte, wie einzelne Figuren oder Handlungsstränge Zuschauer erreichen können, die möglicherweise sonst keinen Kontakt zu homosexuellen oder Menschen hätten. In solchen Momenten würden Barrieren weicher, und die Distanz zwischen „uns“ und „ihnen“ schrumpfe – nicht durch Debatten, sondern durch Verbindung.

Arbeit noch nicht vorbei 

Für King sei die Arbeit noch nicht abgeschlossen. Er betonte die Notwendigkeit, Geschichten zu erzählen, die Individualität in den Mittelpunkt stellen, insbesondere wenn diese Geschichten Erwartungen oder soziale Normen infrage stellen. Das Ziel sei nicht Perfektion, sondern Präsenz. King machte deutlich, dass die Geschichten, die erzählt werden – auf Bildschirmen und im echten Leben – sich weiterentwickeln. Der nächste Schritt hänge davon ab, wer gesehen und gehört werde. Der inzwischen 71-Jährige war bereits im letzten Jahr bei der Jubiläumsgala der queeren Organisation GLAAD für sein Engagement geehrt worden. 

Zusammenhalt statt Angst

HRC-Präsidentin Kelley Robinson hielt eine der deutlichsten Reden des Abends und bezeichnete die aktuelle Phase der Weltpolitik als entscheidend für LGBTIQ+-Rechte. Statt Angst zu haben, solle man auf aktuelle Erfolge und lokale Initiativen blicken, die zeigen, dass Fortschritt trotz schwieriger politischer Rahmenbedingungen möglich sei. Veränderungen kämen nicht von oben, sondern würden immer von Gemeinschaften vorangetrieben, die organisiert handeln.

Robinson erinnerte auch an das Engagement von Rob Reiner und Michele Reiner, die nach der kalifornischen Proposition 8 für die Ehegleichstellung kämpften. Ihre Arbeit habe die Grundlage für juristische Schritte geschaffen, die die nationale Debatte beeinflussten. Trotz des Glamours des Hollywood-Events blieb der Ton des Abends von Dringlichkeit geprägt. 

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