Glänzender Triumph in Türkis Queer-Ikone: Alan Cumming erhält Walk-of-Fame-Stern
Was wurde denn da auf dem Hollywood Walk of Fame serviert? Kein Schampus, sondern eine launige Klatsche – direkt von einem frisch gekürten Star! Alan Cumming, schottischer Kult-Schauspieler, feierte seinen Stern auf dem berühmtesten Bürgersteig der Welt… und nutzte die große Bühne doch glatt für eine sarkastische Abrechnung mit seinem alten Schauspiellehrer. „Wer ist jetzt oben und wer ist unten?“ schmetterte Cumming süffisant ins Publikum – Touché!
Glänzender Triumph in türkis
Im Blitzlichtgewitter zwischen Queer-Prominenz und Old-Hollywood posierte Cumming Seite an Seite mit Ehemann Grant Shaffer sowie Wegbegleiterinnen wie Monica Lewinsky und Dylan Mulvaney. Für Diskussionsstoff sorgte Lewinskys Auftritt – schließlich prägte sie Amerikas Skandalchronik wie kaum jemand. Doch an diesem Tag ging es um Cumming, der mit seinen Rollen im Film, auf der Bühne und als gesellschaftlicher Botschafter Zeichen setzte.
Der 60-Jährige ist bekennend bisexuell und bekannt als scharfzüngiger Gastgeber der US-Show „The Traitors“. Dass er nun den 2 832. Stern sein Eigen nennen darf, wurde auf Social Media als wichtiger Triumph für die Sichtbarkeit queerer Stars gefeiert – auch, weil Cumming seine Plattform für mehr Vielfalt und Menschenwürde nutzt. Immerhin setzte er sich zuletzt für trans* Gesundheit und gerechtere Rollenverteilungen in Hollywood ein.
Zitate, Küsse und große Gefühle
„Dieses Sternchen feiert nicht nur einen Lebenslauf voller Glanz, sondern auch einen Menschen, der mit Mut und Charme das Leben anderer heller macht.“ – Monica Lewinsky, bei der Zeremonie
Nicht nur Monica Lewinsky ließ es sich nehmen, eine Lobrede zu halten – auch trans* Aktivistin Dylan Mulvaney zeigte sich online begeistert von Cummings Unterstützung. Schauspiel-Ikone Brian Cox, sichtlich stolz, betonte Cummings Rolle als „wichtigsten künstlerischen Botschafter Schottlands“ und lobte dessen Engagement für andere.
Von „Niemals Schauspieler“ zu internationaler Queer-Ikone
Dass Alan Cumming damals im Schultheater angeblich keinen Stich machen würde, widerlegt er seit Jahrzehnten auf der weltweiten Bühne. Neben BAFTA, Emmy und Tony Award setzt er sich als trans* Verbündeter sowie politischer Kommentator ein, wie zuletzt durch seinen bewussten Verzicht auf die OBE Auszeichnung in London. Seine provokanten wie warmherzigen Ansagen machen ihn – auch jenseits des Rampenlichts – zu einer Stimme für Toleranz und Diversität.
Klare Botschaft für die Zukunft
Kleine Rechnung mit großen Folgen: Alan Cummingss Gelassenheit und seine queere Lebensfreude inspirieren Fans und Weggefährtinnen gleichermaßen – und fordern Institutionen wie Schule oder Filmindustrie heraus. Wer wagt wohl als nächstes eine Oscar-Dankesrede voller Humor und Haltung?