Queere Sichtbarkeit steigt Isaac Powell: Doppel-Debüt in Musikfilm und Serie
Isaac Powells berauschender Doppelauftritt: Zwischen Glamour und Absurdität.
Charli XCXs Mockumentary sorgt für Aufsehen
Plötzlich funkelt er in gleich zwei umjubelten Produktionen: Isaac Powell hat sich mit seinen Rollen in Charli XCXs satirischem Musikfilm "The Moment" und der düsteren Sci-Fi-Serie "The Beauty" ins Zentrum der Filmwelt katapultiert. Insbesondere als „dämonischer Twink“ an der Seite von Popikone Charli XCX zieht Powell im Sundance-Hype das Publikum in seinen Bann und setzt neue Maßstäbe für queeres Schauspiel in Mainstream-Produktionen. Der Film, bei dem Sean Price Williams als Kameragenie agiert, entlarvt mit bissigem Humor die Mechanismen moderner Berühmtheit – ein satirischer Blick hinter die flirrenden Kulissen des Popbusiness.
Ein Schauspieler zwischen Extremen
Powell nutzt die einzigartige Chance in "The Moment", sowohl seine humoristische als auch seine reflektierende Seite zu zeigen. Als Lloyd, dem „Party-Begleiter aus der Hölle“, springt er entlang der Schnittstelle zwischen Freundschaft und Opportunismus, immer dicht am Feuer des Ruhms, aber mit ironischer Distanz. Er beschreibt das Projekt als Warnung vor dem Strudel der Prominenz, was durch die freie, fast improvisierte Machart des Films intensiviert wird. Die Produktion gibt den Darstellenden Raum, sich zu entfalten – für Powell ein seltenes Gefühl von Leichtigkeit und kreativer Freiheit, das er bislang so nicht kannte.
In der Serie "The Beauty" überrascht er mit einer actiongeladenen Szene gegen Evan Peters, bei der nackte Haut und jede Menge künstlicher Glibber aufeinandertreffen. Beide Arbeiten spiegeln Powells Fähigkeit wider, unmittelbar zwischen absurder Komik und tief empfundenem Ernst zu wechseln – ein Talent, das ihm nun offene Türen bei renommierten Studios wie A24 verschafft.
Queere Perspektiven und eigene Reflexion
Powells Rollen zeigen nicht nur queeres Selbstbewusstsein, sondern ringen auch mit der Frage nach Authentizität im Scheinwerferlicht. Er betont, wie schwer es sei, im Medienzirkus die eigene Stimme zu behalten, statt als Rädchen im Getriebe fremder Erwartungen zu funktionieren. Gerade "The Moment" legt brillant bloß, wie fragil kreative Selbstbestimmung im digitalen Zeitalter geworden ist. Für Powell sind es genau diese Erfahrungen, die seine Liebe zu Charli XCXs Album „brat“ vertiefen: Erst durch die Arbeit an der Mockumentary könne er die Vielschichtigkeit des Popmoments wirklich würdigen.
Zukunft mit doppeltem Glanz
Mit synästhetischer Leichtigkeit zwischen Experiment und Glamour zieht Isaac Powell aktuell alle Blicke auf sich. Seine Vielseitigkeit und die aufrichtige Freude am Spiel setzen einen inspirierenden Standard – nicht nur für queere Schauspielerinnen und Schauspieler, sondern für ein ganzes Genre, das sich neu erfindet. Bleibt nur die spannende Frage: Welche Grenzen wird Powell als Nächstes überschreiten?