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Abrechnung mit Reboot Kristen Stewart hasste „3 Engel für Charlie“‑Dreharbeiten

Von kw - 27.05.2026 - 17:30 Uhr
Kristen Stewart rechnet mit "3 Engel für Charlie" ab
Foto: © IMAGO / Future Image
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Die US-Schauspielerin Kristen Stewart hat in einem aktuellen Interview ungewöhnlich offen ihre Abneigung gegen die Arbeit am Film „3 Engel für Charlie“ (2019) gestanden. In einem Gespräch mit Variety enthüllte Stewart, dass sie beim Dreh deutlich weniger Freude empfand als erwartet. Ihr Bekenntnis hebt sich durch schonungslose Ehrlichkeit ab und lenkt die Aufmerksamkeit auf das Phänomen gescheiterter Reboots großer Klassiker.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Kristen Stewart bekannte am 27. Mai 2026 öffentlich, dass sie den Dreh zu „3 Engel für Charlie“ „gehasst“ hat.
  • Die Action-Komödie von Regisseurin Elizabeth Banks spielte weltweit rund 62 Millionen US-Dollar bei einem 43-Millionen-Dollar-Budget ein.
  • Die queere Schauspielerin begründete ihre Enttäuschung mit ihrer Wertschätzung für die Original-Verfilmung von 2000.

 

Stewart rechnet mit dem Reboot ab

Im Mittelpunkt von Stewarts Kritik steht nicht nur das Ergebnis des Films, sondern vor allem das Gefühl, beim Versuch, ein modernisiertes Franchise zu etablieren, den ikonischen Charme der Originalbesetzung nicht erreichen zu können. Stewart betonte, wie groß ihre Verehrung für die Version von 2000 mit Cameron Diaz, Lucy Liu und Drew Barrymore sei. Ihre Abgrenzung liest sich als persönliche wie cineastische Reflexion über die Grenzen von Neuauflagen bekannter Stoffe.

„An diese drei kommt man einfach nicht heran. Ich liebe diesen Film“, betonte Stewart mit Verweis auf Diaz, Liu und Barrymore.

Mit dieser Aussage spricht sie vielen Filmfans aus der Seele, die der Flut von Hollywood-Reboots zunehmend kritisch gegenüberstehen. Stewart bekräftigte, dass der geplante feministische Fokus des Remakes zwar ambitioniert war, im Produktionsprozess aber oft hinter Studio-Erwartungen und dem Druck des Mainstreams zurückblieb.

 

Faktencheck: Zahlen, Resonanz und cineastische Dimension

Der von Elizabeth Banks inszenierte „3 Engel für Charlie“ war mit rund 43 Millionen US-Dollar zwar passabel ausgestattet, konnte an der Kinokasse aber lediglich 62 Millionen US-Dollar einspielen. Damit lag das Einspielergebnis unter den Erwartungen und erhielt international überwiegend gemischte Kritiken, wie Zahlen von Box Office Mojo und Rotten Tomatoes bestätigen. Insbesondere der Kontrast zu den Publikumslieblingen der 2000er-Version wurde in vielen Rezensionen hervorgehoben. Der Ansatz, die Story explizit aus weiblicher Perspektive zu erzählen, war ein Novum – doch die wirtschaftliche Bilanz zeigte, wie schwierig es ist, Nostalgie und Innovation ins Gleichgewicht zu bringen.

 

Hintergrund: Stewart zwischen Hollywood und Arthouse

Kristen Stewart, 1990 in Los Angeles geboren, hat sich seit „Twilight“ zunehmend Independent-Produktionen und ambitioniertem Autorenkino zugewandt. Für ihre Darstellung von Prinzessin Diana im Drama „Spencer“ wurde sie 2022 für den Oscar nominiert. Stewart hat sich in den letzten Jahren auch als Regisseurin etabliert und bleibt für viele junge Filmschaffende ein Vorbild für künstlerische Konsequenz.

 

Ausblick: Was kommt nach dem Reboot?

Hollywood debattiert weiter über den Sinn von Remakes, doch Stewarts schonungslose Offenheit dürfte auch in der Branche Nachhall finden. Ihre Äußerungen zeigen, wie tief die Wurzeln eines Kultfilms reichen und wie anspruchsvoll es ist, deren Erbe mit neuen Ideen zu vereinen. Ob Studio-Bosse in Zukunft zurückhaltender mit Reboots umgehen oder gezielter auf originelle Stoffe setzen, bleibt offen – Stewarts Kommentar ist dabei keineswegs das letzte Wort.

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