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Von der Verlobung bis hin zur Feier
Rubrik

Die Hochzeit Von der Verlobung bis hin zur Feier

kk - 08.02.2020 - 15:00 Uhr

Niemand muss heutzutage mehr heiraten, um zusammen zu sein, aber jeder darf heiraten und so feiert die klassische Hochzeit mit allem Drum und Dran ein Comeback! Sogar der erste Schritt, die Verlobung liegt im Trend und natürlich die große Feier als Krönung der Liebe. Wie die perfekte LGBTI*-Wedding von A bis Z gelingt, verraten wir hier:

Verliebt:
Früher war eine Verlobung vor der Eheschließung dringend notwendig und gesellschaftlich gefordert: Heutzutage ist sie eigentlich (fast nur) ein schönes Ritual, in dem sich die Verliebten persönlich und privat zum Partner bekennen, bevor es dann zur öffentlichen Hochzeit samt Feier geht.

Hochzeit mit Torte

Verlobt:
Wichtigstes Detail ist wohl immer noch der Verlobungsring, der als Symbol der Liebe gilt. Früher trugen übrigens beide Partner einen Verlobungsring, eine Tradition, die besonders bei LGBTI*-Partnern auch heute gut ankommt. Der Brauch geht auf eine alte Vorstellung zurück, wonach die Liebesader vom Ringfinger direkt zum Herzen führe. Trotz aller Romantik gibt es aber tatsächlich immer noch eine kleine juristische Seite der Verlobung, denn vor dem Gesetz gelten Verlobte als Angehörige und unter Umständen können etwaige Schadensersatzleistungen (beispielsweise für den teuren Verlobungsring) anfallen, falls die Verlobung einseitig gelöst wird.
Doch wer will schon an Rechtliches bei der Verlobung denken, wenn es auch etwas zu feiern gibt? Mittlerweile setzten sich auch Verlobungsfeiern durch, denn man will schließlich mit Freunden und Familien das freudige Ereignis teilen. Hier kann man nach individuellen Vorlieben planen: Ob ein gemütlicher Restaurantbesuch, lockeres Beisammensein, buntes Gartenfest oder wilde Party – alles ist hier möglich.

Verheiratet:
Nach der Verlobung kommt die Hochzeitsfeier, die stets eurem individuellen Stil entsprechen sollte und niemals den Vorstellungen anderer! Wer diesen ersten Tipp beherzigt, kann eigentlich gar nichts mehr falsch machen. Denn zum Thema Hochzeiten ist inzwischen eine regelrechte Industrie entstanden, die sich immer noch auf die typische Braut in Weiß und den Bräutigam im schwarzen Anzug konzentriert: Diese Klischees sollten vermieden werden und es gibt mittlerweile viele Fotografen oder Wedding-Planer, die sich abseits von diesen stereotypen Pfaden bewegen und tolle Ideen für LGBTI*-Hochzeiten haben. Fokussiert Euch deshalb am besten auf eure eigenen Traditionen in der Beziehung, nicht auf die der Gesellschaft.

Welche Möglichkeiten einer Hochzeitsfeier gibt es? Hier ein paar Beispiele zur Inspiration!

Klassisch:
Von der Torte bis hin zum Walzer ist hier alles dabei, was eine Märchenhochzeit ausmacht: LGBTI*-Paare lassen sich zunächst standesamtlich trauen, aber viele gleichgeschlechtliche Partner wünschen sich auch eine kirchliche Trauung, was die katholische Kirche immer noch ablehnt. Es ist jedoch in manchen Kirchen dennoch eine Segnung möglich, andere Glaubensgemeinschaften und vor allem die evangelische Kirche zeigt sich hier sehr offen und bietet Trauungszeremonien an.

Natürlich:
Hochzeiten im Freien, mitten in der Natur liegen im Trend: Natürlich ist es stets ein Risiko, denn das Wetter lässt sich leider nicht so gut planen wie der Ablauf einer Feier. Hier sollte man also stets eine Ausweichlocation mitdenken. Outdoor-Weddings sind allerdings bei Sonnenschein ein wahrer Lichtblick für das Hochzeitspaar und die Gäste. Egal ob im eigenen Garten, am idyllischen See oder im romantischen Wald, diese Vermählung bleibt lange bei allen lange im Gedächtnis.

Natürlich: Hochzeit im Grünen

Exotisch:
Wie im Traum ist eine Hochzeit unter Palmen oder bei sanftem Meeresrauschen: Damit dies kein Traum bleibt, kann man auch diese Variante fernab der Heimat planen, denn sowohl zu zwei als auch mit Hochzeitsgesellschaft gibt es in inzwischen dank Spezialveranstalter, die ein komplettes Hochzeitsreisepaket anbietet viele interessante Möglichkeiten. LGBTI*-Paare sollten sich hierzu jedoch vorab über die rechtlichen Aspekte des Wunschlandes informieren, denn Dokumente und Urkunden sollten die Hochzeitsfreude nicht trüben.

Egal wie die Feier letztendlich aussieht, damit sie geling ist (leider) eine gute Planung nötig. Wie man Stress vermeidet, verraten wir aber natürlich auch...

Exotische Hochteit am Strand

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