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Entdeckerziele Luzern: Der See & die Stadt

rb - 29.11.2019 - 07:00 Uhr

So ziemlich in der Mitte der Schweiz liegt Luzern, am Ufer des Vierwaldstättersees. Vor dem großartigen Voralpenpanorama ist Wassersport angesagt. Die urige Architektur, deftige Küche und Uhrenshops sollte man sich nicht entgehen lassen. Auch Kultur ist in Luzern ganz auf der Höhe. Ein Besuch bei strahlendem Sonnenschein.

Frische Seebrise

Die Bahn bringt mich in die Zentralschweiz. Einiges los am modernen Bahnhof. Luzern ist sehr beliebt bei asiatischen und amerikanischen Besuchern. Kein Wunder: Selten findet man in der Schweiz diese Mischung aus mondäner Tradition und bodenständiger Lebensart. Martina holt mich ab, und wir schlendern am neuen Wahrzeichen der Stadt vorbei, dem KKL. Das Kultur- und Kongresszentrum Luzern ist ein architektonisches Meisterwerk von Jean Nouvel, auf das ich später noch zurück komme. Vom Uferquai gehen wir in die Altstadt, mit ihren winkeligen Gassen, schönen Shops und den bemalten Häuserfassaden aus früheren Jahrhunderten. Wir überqueren dazu die berühmte Kapellbrücke mit dem charakteristischen Wasserturm. Vorbei am Hirschplatz, wo Goethe einst nächtigte, zum Weinmarkt, den prächtige Zunfthäuser zieren. So bekomme ich einen ersten Eindruck von dieser wunderschönen Stadt. Einen Abstecher zum fabelhaften Käsegeschäft Chäs Barmettler in der Hertensteinstraße und in einen der üppigen Pralinéläden gönnen wir uns auch noch. Am späten Nachmittag ist es an der Zeit, das Schiff zu besteigen. Denn für die Nacht bin ich in Vitznau einquartiert. Etwa eine Stunde dauert die Fahrt, frische Brise inklusive. Die Voralpen stehen erhaben im Hintergrund. Ich bin am Vorderdeck direkt neben zwei jungen Leuten, die das gleiche Ziel haben wie ich, wie sich noch herausstellt. Wir kommen ins Gespräch. Alex ist Koch aus den Niederlanden, Helen kümmert sich um die Gäste im Restaurant Sens. Und beide arbeiten im Hotel Vitznauerhof, und da will ich hin. Am Empfang begrüßt mich Raphael Herzog, der als Gastgeber das ehrwürdige Haus leitet. Hier wird Gemütlichkeit auf hohem Niveau gepflegt. Vom Zimmer habe ich einen tollen Blick auf den See. Kurz den Koffer ausgepackt, dann nimmt mich Nicole Minsch unter ihre Fittiche. Wir besichtigen den Wellnessbereich des Hotels, für den sie verantwortlich ist: Entspanntes Ambiente und ausgesuchte Anwendungen mit eigenen Pflegeprodukten sorgen für eine erholsame Abwechslung. Abends treffe ich Helen wieder im Sens, das im Garten des Hotels liegt. Dieser Gourmet-Tempel, der vom Starkoch Jeroen Achtien geführt wird, hat hohe Auszeichnungen erhalten. Kulinarische Genüsse werden hier mit Feingefühl zelebriert. Und nach ein paar Stunden der lukullischen Verzückung kann ich das formidable Urteil der Fachleute bestätigen: Feinste Zutaten, edle Weine und exzellenter Service machen den Abend zum Erlebnis. Vitznau ist übrigens auch der Ausgangspunkt der ältesten Zahnradbahn Europas, hinauf geht es damit auf die Rigi. Von dort ist der Blick ins Gebirge sagenhaft.

Luzerner Highlights

Am nächsten Morgen schiffe mich wieder ein nach Luzern. Ein weiteres Highlight der hiesigen Hotellerie erwartet mich. Mit einer winzigen Zahnradbahn geht hoch zur Rezeption des Hotel Montana. Auch ein sehr edles Haus, ganz im Stile des Art Deco, mit malerischem Blick auf die Seepromenade von Luzern. Zu Mittag speise ich im hauseigenen Restaurant Scala, das mit leckeren Gaumenfreuden zu überzeugen versteht. Anschließend führt mich Giuliano Bretscher durch das Hotel. Für Freunde des gepflegten Nikotingenusses gibt es eine Raucherlounge, Zigarrenauswahl und feines Whisky-Sortiment ebenfalls vorhanden. Die Terrasse mit Sitzlandschaft eröffnet neue Horizonte. Dann fahre ich mit dem Bus ein paar Stationen zum Verkehrshaus. Was vom Namen so bescheiden daher kommt, ist tatsächlich das meistbesuchte Museum der Schweiz. Interaktives Edutainment ist hier Programm. Auf einem riesigen Gelände finden sich alle möglichen Formen und Geräte der technischen Fortbewegung. Nando Schoch zeigt mir die verschiedenen Abteilungen. Auf dem Freigelände stehen Flugzeuge älterer und neuerer Bauart. Luft- und Raumfahrt spielen natürlich eine wichtige Rolle , doch der Ursprung dieser populären Einrichtung liegt im Schienenverkehr. Die Schweizer haben, aufgrund der geographischen Gegebenheiten des Landes mit seinen vielen Bergen, viel geleistet im Tunnelbau, damit die Züge den schnellsten Weg nehmen können. Auch dazu gibt es einiges zu sehen. Im Auto-Theater sind Straßenfahrzeuge versammelt, die per Voting vom Hochregal zur Fan-Begutachtung angefordert werden können. Anschließend machen wir noch eine Tour durch das Swiss Chocolate Adventure, wo man multimedial die Geschichte und Gegenwart der süßen Versuchung erlebt. Zum Abschluss gibt es noch ein zartschmelzendes Leckerli.

Zurück fahre ich zum Schwanenplatz und nehme den späten Lunch im Zunfthaus Pfistern. Die riesige „Buurebratwurst“ mit Rösti mundet sehr. Abends ist ein Konzert im KKL angesagt: Im Rahmen des World Band Festival spielt „Tattoo on Stage“ auf. Dudelsack und Schottenrock sorgen gute Stimmung im Konzertsaal, der eine überragende Klangqualität aufweist. Entertainment vom Feinsten. Überhaupt geben sich im KKL die großen Klangkünstler der Welt die Klinke in die Hand. Auf einer Führung durch das ultramoderne Architekturwunder lerne ich viel über die Konzeption und Gestaltung des Hauses. Künstlerischer Ausdruck und Funktionalität stehen im genialen Einklang. Apropos genial: Im KKL ist auch das Kunstmuseum Luzern untergebracht. Hier kann ich mir die opulenten Gemälde des Malers William Turner anschauen, der auf seinen Wanderungen durch die Alpen fabelhafte Impressionen auf die Leinwand brachte.

Mehr Infos:

www.luzern.com

www.myswitzerland.com

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