Nach der „Ehe für Alle“ verfestigt sich der Eindruck, für Lesben und Schwule sei so gut wie alles erreicht. Dabei ist Diskriminierung in Deutschland Alltag, nur etwa ein Drittel aller Homosexuellen etwa ist „out“ am Arbeitsplatz, tiefsitzende Ressentiments gegen Lesben und Schwule sind nie aufgearbeitet worden. In der Mitte der Gesellschaft sind homophobe Denkmuster weit verbreitet, auch wenn diese nicht als solche wahrgenommen werden. Das liberale, aufgeklärte Selbstbild macht eine konstruktive selbstkritische Auseinandersetzung oft besonders schwer: „Homophob? Ich doch nicht. Meine besten Freunde sind doch homosexuell!“. Der Autor Johannes Kram betreibt das „Nollendorfblog“, welches auch in seinem Buch Berücksichtigung findet, aus dem er liest.
30. Januar – 19.30 Uhr
LSVD Checkpoint – Saarbrücken
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