Am 20. März feiert „Das Bildnis des Dorian Gray“ nach Oscar Wilde Premiere im MalerSaal des Deutschen Schauspielhauses Hamburg. Regisseur Tristan Linder bringt den berühmten Roman über Schönheit, Moral und Selbstinszenierung in einer zeitgemäßen Lesart auf die Bühne.
Im Zentrum steht der junge Dorian Gray, dessen Porträt an seiner Stelle altert, während er selbst scheinbar makellos bleibt. Wilde beschreibt eine Gesellschaft zwischen Hedonismus und Verdrängung. „Alle Kunst ist zugleich Oberfläche und Symbol“, heißt es programmatisch in der Vorlage. Die Inszenierung fragt, wie aktuell diese Warnung heute wirkt.
Yorck Dippe, Christoph Jöde, Henni Jörissen und Christiane von Poelnitz führen als Darstellerinnen und Darsteller durch das moralische Experiment. Bühne und Kostüme setzen auf eine klare Ästhetik, die den inneren Verfall kontrastiert. Die Produktion versteht sich als Spiegel einer Gegenwart, die zwischen Selbstoptimierung und Werteverlust schwankt.
20. März + 27. März – Malersaal I Deutsches Schauspielhaus -Hamburg
Loading audio player...
Deine Community. Dein Magazin. Print oder digital.
Queeres Leben, starke Geschichten und Themen, die dich bewegen: Entdecke SCHWULISSIMO als Print- oder Digital-Abo. Das Digital-Abo gibt es ab 4,90 € pro Monat – monatlich kündbar. Finde jetzt dein passendes Abo im SCHWULISSIMO-Shop.