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Ärger über Golden Globe Shirley Hughes kritisiert „Monster: The Jeffrey Dahmer Story“

Von co - 18.01.2023 - 17:33 Uhr
Shirley Hughes kritisiert „Monster: The Jeffrey Dahmer Story“
Foto: © ZUMA Wire
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Für seine Darstellung des Serienmörders Jeffrey Dahmer in der Netflix-Serie „Monster: The Jeffrey Dahmer Story“ gewann Evan Peters einen Golden Globe als bester Schauspieler. In seiner Dankesrede sagte Peters, er hoffe, dass „etwas Gutes“ aus seinem Sieg entstehe. Shirley Hughes kritisierte Peters und Hollywood. Ihr Sohn Tony war das zwölfte Opfer des Serienkillers. 

Respektlos gegenüber Hinterbliebenen

Hughes hätte es laut TMZ begrüßt, wenn Peters in seiner Dankesrede die Familien angesprochen hätte, die noch immer unter Dahmers Verbrechen leiden: „Es ist eine Schande, dass Menschen aus unserer Tragödie Kapital schlagen können. Die Opfer sahen nie auch nur einen Cent. Wir erleben diese Gefühle jeden Tag.“ In der Rede sprach Peters auch darüber, wie schwierig es gewesen sei, in diese Rolle zu schlüpfen. Hughes fragte sich, warum er sie dann überhaupt angenommen habe. Dass er sie vielleicht generell nicht hätte annehmen sollen – aus Respekt vor den Familien, die noch immer unter ihrem schmerzlichen Verlust leiden.

Schluss mit Mördergeschichten

Tony Hughes Mutter fände es besser, wenn Hollywood keine verherrlichenden Geschichten über Serienmörder erzählte. Aus einem solchen True-Crime-Werk könne nichts Gutes erwachsen – es trage nur zum Leid der Betroffenen bei. „Es gibt viele kranke Menschen auf der Welt,“ so Hughes. „Und wenn Menschen [Schauspielpreise] gewinnen, weil sie Mörder spielen, hält das die Besessenheit aufrecht. Und das führt dazu, dass kranke Menschen von dem Ruhm profitieren.“

Falsche Darstellung

Das ist nicht das erste Mal, dass Hughes sich gegen die Sendung aussprach: „Ich verstehe nicht, wie sie das tun können“, sagte sie im Oktober 2022 gegenüber The Guardian. „Ich verstehe nicht, wie sie unsere Namen verwenden und solche Dinge veröffentlichen können.“ Ihr Sohn Tony war taub. Zum Zeitpunkt seines Todes war er 31 Jahre alt und hoffte auf eine Karriere als Model. Seine Mutter ist heute Mitte 80. „Es ist so nicht passiert,“ so die Mutter über die falsche Darstellung des Verbrechens an ihrem Sohn in Folge sechs.

Fokus auf die Opfer?

Die Hauptverantwortlichen für die Serie – unter ihnen Ryan Murphy und Peters – pochen darauf, dass die Show die Geschichten der Opfer und das Trauma ihrer Familien ins Rampenlicht stellen wollte. Mit den Familien gesprochen hat man allerdings vorab nicht: Eric Perry – der Cousin des Dahmer-Opfers Errol Lindsey – twitterte beispielsweise, dass seine Verwandtschaft erst durch die Veröffentlichung der Serie am 21. September 2022 von dieser erfuhr. Netflix habe nicht mit den Familien sprechen müssen, weil alle Ereignisse öffentlich einsehbar seien – doch diese Vorgehensweise habe die Hinterbliebenen erneut traumatisiert.

Über Jeffrey Dahmer

Jeffrey Lionel Dahmer wurde 1960 geboren und war als der Milwaukee-Kannibale oder das Milwaukee-Monster bekannt. Zwischen 1978 und 1991 tötete und verstümmelte er siebzehn Männer und Jungen. Bei vielen seiner späteren Morde waren Nekrophilie, Kannibalismus und die Präservierung des Skeletts involviert. Seinen ersten Mord beging Dahmer 1978 an einem jungen Tramper. 1994 prügelte ein Mit-Insasse ihn zu Tode.

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