Trends E-Bike-Boom hält an
Das schöne Wetter lockt und man bekommt auch wieder Lust, sich im Freien fortzubewegen: Nicht nur der herkömmliche Fahrradmarkt in Deutschland boomt, auch E-Bikes erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und so drängen auch immer mehr Neuheiten auf den Markt. In der anstehenden Saison gibt es demnach viele spannende Trends und Innovationen in Sachen E-Bikes zu bestaunen. Voll integrierte Akkus bleiben dabei wichtig und alle namhaften Hersteller wie Bosch oder Shimano haben solche Lösungen in ihrem Angebot.
Die Pedelecs werden zudem auch ästhetisch immer ansprechender und die Auswahl an schicken sowie stylischen Pedelecs steigt ebenfalls. Hier sei beispielsweise das Unternehmen Kreidler erwähnt, das bislang eher bodenständige Produkte anbot und nun mit dem Typ „Vitality Eco 20“ optisch sowie technisch ein hochwertiges E-Bike im Angebot hat. Aber Vorreiter
in Sachen Design sind natürlich die vielen Start-Ups, die sich im Bereich E-Bike-Entwicklung tummeln und sich mit den modernsten Entwürfen
profilieren wollen. Mit Stahlrahmen will etwa die deutsche Marke Geos punkten, die sowohl klassische Rennradfans als auch Kunden, die ein leistungsfähiges Batteriepaket wollen, anspricht. Überhaupt: Auch die Rennradhersteller wollen etwas vom Kuchen abbekommen und bringen immer mehr Modelle mit Motor heraus. Hier wird mit bekannten Antriebsherstellern
zusammengearbeitet und es werden fast nicht sichtbare sowie kompakte Modelle integriert. Auch wenn E-Bikes und Rennradanstrengung eigentlich nicht recht zusammenpassen wollen: Den Anschluss an den Boom will auch diese Branche nicht verpassen. Aber ist dieses „Rad-Doping“ am Ende nicht besser als das
Dopen der Fahrer? Die „Schummelei“ wird jedenfalls bei Modellen wie dem „Cannondale Synapse Neo“ inzwischen sogar recht offenherzig
zur Schau gestellt. Auch ein anderes Rad-Segment liebäugelt inzwischen
vermehrt mit der E-Mobilität: Das Mountainbike. Vor allem in der gehobenen
Preisklasse setzt man inzwischen auch hier auf E-Unterstützung. Bestes Beispiel ist etwa der Premium-Hersteller Rotwild, der diese hochwertigen
Modelle mittlerweile als festen Bestandteil seines Portfolios ansieht. Getüftelt wird jedoch nicht nur in Sachen E-Bike-Varianten, sondern
auch an unterschiedlichen sowie innovativen Antriebssystemen: Das französische Unternehmen Kervelo hat beispielsweise eine 48-Volt-Antrieb
auf dem Markt, in dessen Motorengehäuse ein 12-Gang-Planetengetriebe eingebaut ist. Immer mehr Hersteller entwickeln also ihre eigenen Modelle – von der Traditionsmarke zur Edelschmiede wollen alle die steigende Nachfrage
bedienen. Deshalb kann der Kunde aus E-Bike-Varianten in den Bereichen Sport, Urban oder Trekking wählen und sogar Klappräder wird es demnächst als E-Variante geben. Die Autobauer haben ebenfalls ein Auge auf den neuen Star im Zweirad-Sektor geworfen, so kündigte beispielsweise Peugeot an, seine E-Bike-Sparte mit City-, Renn- sowie Trekking-Modellen auszuweiten. Und auch das eher altmodische Unternehmen General Motors plant in diesem Jahr mit den E-Bikes, bislang gibt es von der Marke ein stilvolles Kompaktrad mit
E-Unterstützung. Ebenfalls an Bord ist VW: Der Konzern könnte hier mit legaler „Schummelsoftware“ sein Image aufpolieren und plant die
Produktion eines Cargo-Bike-Modells, mit dem auch in Kurven stabil Dinge transportieren kann. Das Thema Lastenräder gewinnt sowieso – gerade
in Verbindung mit E-Power – immer mehr Bedeutung: Ohne Auto Dinge leicht in Städten transportieren oder die Kinder bequem von A nach B zu bringen, klingt mehr als verlockend. Im Jahr 2017 wurden laut „Eurobike“ bereits
über 15.000 dieser Nutzräder hergestellt, die E-Mobilität trägt zum Boom in diesem Bereich natürlich kräftig bei. Als Augenschmaus haben
sich die Lastenräder bislang jedoch noch nicht präsentiert, aber auch das soll sich mit dem E-Trend ändern. Der dänische Hersteller Coh&Co ist hierbei mit einem extrem stylischen „Velosled“ absoluter Design-Vorreiter. Doch auch die Nutzlast spielt in den Entwicklungen eine wichtige Rolle, so gibt es bereits ein Modell der Marke A-N.T. Heavy Duty Cargo Bike, das an die 300 Kilogramm dank neuartigem Lenkmodell transportieren kann. Mit letzterem befindet man sich bereits im Zwischenbereich „Auto-Rad“: Diese so genannten
Velomobile werden in der Zukunft in Großstädten eine immer größere Rolle spielen. Bisher ist hier noch nichts auf dem Markt, aber das norwegische
Unternehmen Elpedal kündigte bereits ein dementsprechendes Modell an. Sein „Podbike“ wird eine geschlossene Kabine haben, so dass man dieses Lastenrad auch im Winter nutzen kann und soll an die 5.500 Euro kosten. Für junge Familien sind solche Stadtmobile sicherlich eine interessante alternative zum Auto.
Fazit:
Die Zukunft ist E! E-Bikes in allen möglichen Varianten erleichtern uns das bequeme und schnelle Weiterkommen. Zudem kann man aus allen möglichen Bereichen auswählen und entscheiden, ob man sein Pedelec im Segment Urban,
Sport oder Lasten kaufen will.