Auf einer HIV Konferenz in Seattle ist der Fall eines Mannes vorgestellt worden, bei dem der Virus nach einer Stammzellen-Transplantation nicht mehr nachweisbar ist, wie das Magazin Nature berichtet. Dem an Blutkrebs erkrankten „Londoner Patienten", dessen wahre Identität nicht bekannt ist, waren Stammzellen eines Knochenmark-Spenders mit einer seltenen genetischen Veränderung transplantiert worden. Das ist seit 11 Jahren der weltweit zweite Fall, bei dem diese Methode ein Mensch von dem Virus befreit wurde.
Für die Forscher ist es jedoch zu früh, um von einer Heilung zu sprechen. Die Stammzellen-Technik wurde erstmals vor über einem Jahrzehnt bei dem „Berliner Patienten“ Timothy Ray angewendet, der seitdem immer noch frei von HI-Viren ist. Der Mediziner für Infektionskrankheiten an der Cardiff University Andrew Freedman sagt über den jüngsten Fall: „Es gibt gute Gründe zu hoffen, dass das gleiche Ergebnis erzielt wird“.
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