Direkt zum Inhalt

Razzia in Uganda Zwei Beamte wegen unmenschlichem Verhalten angeklagt

Von co - 21.08.2020 - 13:00 Uhr
Razzia in Uganda
Foto: © Derek Brumby
ANZEIGE
Loading audio player...

Bei einer Razzia einer LGBTI*-Notunterkunft in Ugandas Hauptstadt Kampala wurden die Bewohner der Anlage beschuldigt, das Corona-Virus verbreitet zu haben. Doch laut Sky News war das nur ein Vorwand: Bei den Festnahmen ging es in Wahrheit um die Schwulen, die in der Einrichtung lebten, und die man weg haben wollte. Die Bewohner wurden zusammengetrieben, mit Stöcken geschlagen und schließlich mit aneinander gefesselten Händen abgeführt.

19 Bewohner der Notunterkunft wurden angeklagt und fast 50 Tage lang eingekerkert. Während dieser Zeit hatten sie keinen Zugang zu wichtigen HIV-Medikamenten oder zu Anwälten. Freigelassen wurden die Männer erst durch das Engagement internationaler Menschenrechts-Organisationen. Sämtliche Anklagepunkte wurden fallen gelassen. Zudem gab es laut Rights Africa für jeden eine Entschädigung über 5,3 Millionen Ugandischen Schilling (etwa 1.225 Euro).

Das Human Rights Awareness and Promotion Forum klagte nun den für das Gefängnis zuständigen Philimon Woniala und den Stadtrat-Vorsitzenden Hajji Abdul Kiyimba wegen Folter an. Die Verhandlung findet am 23. September statt.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

tazQueerfeindlichkeit unter Jugendlichen: An der ToleranzgrenzeGALAProtest für Transgender-Rechte: Rowling-Agent übt KritikBerliner MorgenpostHomophober Angriff in Berliner U-Bahnhof: Polizei sucht diese MännerNDR"Haltet euch fest": Frischer Roman über die Kraft des ZusammenhaltsAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Sollte die geplante automatische Weitergabe sensibler Daten in Baden-Württemberg verhindert werden?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

177 Jahre nach seinem Tod

Die Debatte um seine Männerlieben

Am 17. Oktober 1849 starb Frédéric Chopin. Seine Briefe an Männer berühren bis heute – und sorgen weiter für Streit in der Forschung.
Teure Ausgrenzung

Japan verschenkt sein Potenzial

Lohneinbußen, Krankheit und fehlende Rechte: Ein neuer Bericht zeigt, welchen Preis Japan für die Ausgrenzung von LGBTIQ+-Menschen zahlt.
Revision nach Vergewaltigung

Trans* Polizistin ficht Hafturteil an

Trotz Geständnis und Verständigung: Maja S. legt Revision ein. Das Urteil aus Traunstein ist noch nicht rechtskräftig. Was jetzt geprüft wird.
Fahndung nach U-Bahn-Angriff

Schläge, Tritte und Beleidigungen

Zwei Männer sollen in Alt-Mariendorf einen 30-Jährigen homophob beleidigt und verletzt haben. Die Polizei veröffentlicht jetzt Fahndungsbilder.
Eine Sekunde für die Liebe

Schwule Männer im Zeitrausch

Die Schaltsekunde wird abgeschafft. Für schwule Männer beginnt damit eine neue Zeitrechnung – zwischen Grindr, Größenwahn und ganz großen Gefühlen.
Homophobie bei der WM

FIFA meldet Rekordzahlen

240.000 Hassnachrichten bei der Fußball-WM 2026: Besonders Frankreichs Nationalspieler wurden im Netz angefeindet, berichtet jetzt die FIFA.
Vom Eis zur Erotik

Ein verborgenes Fotoerbe

Roy Blakey war Eiskunstläufer und ein Pionier schwuler Fotografie. Nun erzählt seine Nichte von seinem außergewöhnlichen Leben und Werk.
Herbst für zwei

Kuscheln statt Sommerstress

Kalte Tage, warme Bäder und lange Abende: Warum der Herbst für schwule Männer die perfekte Zeit für Nähe zu zweit sein kann.
Überraschung bei „Whalefall“

Ein Wal, ein Vater, ein Geheimnis

Im neuen Survival-Thriller „Whalefall“ verändert eine kurze Frage die Vater-Sohn-Geschichte und eröffnet eine mögliche schwule Deutung.