Auf der Alzheimer’s Association International Conference (AAIC) in Los Angeles stellte Jason Flatt die Ergebnisse der ersten Demenz-Studie mit Fokus auf die LGBTQ*-Community vor: Einer von sieben LGBTQ*-Probanden klagte über Gedächtnisprobleme oder Verwirrtheit. In der allgemeinen Bevölkerung war es dagegen nur einer von zehn. Beide Phänomene sind frühe Anzeichen von Alzheimer. Die Daten stammen von 44.403 US-Amerikanern mit einem Mindestalter 45 Jahren.
Für das erhöhte Aufkommen von Demenzanzeichen bei LGBTQ*-Personen vermutete Flatt gegenüber Gay Star News einen Zusammenhang zur psychischen Gesundheit der Betroffenen. Menschen mit depressiven Störungen hätten bekanntermaßen ein zwei- bis dreimal höheres Risiko, an Demenz zu erkranken. Fiona Carragher, Forschungsleiterin der Alzheimer’s Society Großbritanniens, teilt Flatts Vermutung.
Andere Studien zeigten, dass LGBTQ*-Demenzpatienten eine andere Versorgung benötigen, da sie häufiger alleine leben und weder Partner noch Kinder haben. Außerdem würden Erfahrungen mit Diskriminierung einige daran hindern, Hilfe beim Gesundheitswesen zu suchen.
Loading audio player...
Deine Community. Dein Magazin. Print oder digital.
Queeres Leben, starke Geschichten und Themen, die dich bewegen: Entdecke SCHWULISSIMO als Print- oder Digital-Abo. Das Digital-Abo gibt es ab 4,90 € pro Monat – monatlich kündbar. Finde jetzt dein passendes Abo im SCHWULISSIMO-Shop.