Die Geschichte einer Familie, ihre Geheimnisse und die Suche nach dem eigenen Lebensweg stehen im Mittelpunkt des neuen Kinofilms „Gebt mir etwas Zeit“. Die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Hape Kerkeling (61) ist nach mehreren Wochen Produktionszeit nun abgedreht. Die Aufnahmen entstanden im September und Oktober in Nordrhein-Westfalen, den Niederlanden, Berlin und Brandenburg.
Das Wichtigste im Überblick
- Die Dreharbeiten zu „Gebt mir etwas Zeit“ sind abgeschlossen.
- Grundlage ist das gleichnamige Buch von Entertainer Hape Kerkeling.
- Regie führt Katja von Garnier, das Drehbuch stammt von Ruth Toma.
- Die Handlung verbindet drei Generationen und drei historische Epochen – von 1620 über das frühe 20. Jahrhundert bis ins Jahr 1987.
- Ludwig Simon und Lea Drinda übernehmen jeweils zwei Rollen.
- Hape Kerkeling begleitet die Geschichte als Erzähler.
- Der Kinostart ist für den Oktober 2027 geplant.
Eine Familiengeschichte
Für die filmische Umsetzung zeichnet Regisseurin Katja von Garnier verantwortlich. Das Drehbuch verfasste Ruth Toma. Die Produktion verbindet persönliche Schicksale aus unterschiedlichen Jahrhunderten zu einer gemeinsamen Erzählung über Identität, Selbstbestimmung und die Bedeutung von Liebe. Im Mittelpunkt stehen drei Lebensgeschichten, die zeitlich weit auseinanderliegen und dennoch miteinander verbunden sind. Eine der Handlungsebenen führt ins Jahr 1987: Der junge Hape Kerkeling steht kurz vor seinem Durchbruch als Entertainer. Seine Homosexualität hält er zu diesem Zeitpunkt noch geheim. Eine Reise nach Amsterdam und die Begegnung mit Duncan bringen eine entscheidende Veränderung in sein Leben.
Daneben blickt der Film zurück ins Jahr 1620. Dort versucht Kerkelings Vorfahr Barend, seinen eigenen Vorstellungen und Wünschen zu folgen und sich nicht von den Erwartungen seiner Umgebung einschränken zu lassen. Die dritte Geschichte spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Kerkelings Urgroßmutter Agnes gerät in eine leidenschaftliche und turbulente Liebesgeschichte. Mit Mut, Entschlossenheit und Tatkraft trifft sie Entscheidungen, die auch das Leben nachfolgender Generationen beeinflussen. Aus diesen drei Erzählsträngen entsteht ein generationsübergreifendes Familienporträt. Dabei geht es um persönliche Freiheit, den Mut zur eigenen Identität und die Frage, wie Entscheidungen einzelner Menschen das Leben ihrer Nachkommen prägen können. Humor und emotionale Momente sollen dabei gleichermaßen ihren Platz finden.
Rollen und Produktion
Die Besetzung verbindet bekannte Schauspieler mit jüngeren Darstellern. Ludwig Simon übernimmt gleich zwei Figuren: Er verkörpert sowohl Hape Kerkeling als auch dessen Vorfahren Barend Kerkeling. Lea Drinda ist ebenfalls in einer Doppelrolle zu sehen. Sie spielt Agnes sowie Neeltje van Vliet. Zum weiteren Ensemble gehören Gijs Blom, Sam Riley, Ursula Werner, Devid Striesow, Selda Kaya und Michael Kessler. Eine besondere Rolle übernimmt auch Hape Kerkeling selbst: Er führt als Erzähler durch die Handlung und verbindet damit die verschiedenen Zeitebenen.
Hinter dem Kinoprojekt stehen die Produktionsunternehmen UFA Fiction, Feine Filme und Warner Bros. Film Productions Germany. Finanzielle Unterstützung erhält das Projekt von mehreren Filmförderinstitutionen. Dazu zählen die Film- und Medienstiftung NRW, das Medienboard Berlin-Brandenburg, die Filmförderungsanstalt (FFA), der Deutsche Filmförderfonds (DFFF) sowie der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Bis das Publikum die Familiengeschichte auf der Leinwand erleben kann, dauert es noch knapp ein Jahr. Warner Bros. Pictures Germany bringt „Gebt mir etwas Zeit“ am 21. Oktober 2027 in die deutschen Kinos.