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Queerfeindlicher Hass an der FU Hakenkreuze nach Flaggen-Attacke

Von tb - 24.10.2026 - 21:00 Uhr
Rostlaube der Freien Universität Berlin an der Habelschwerdter Allee
Foto: IMAGO / Joko
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Erst wurde die Pride-Flagge heruntergerissen, dann tauchten Hakenkreuze auf: Am Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin haben mehrere queerfeindliche und rechtsextreme Vorfälle die Hochschulleitung auf den Plan gerufen. Sie verurteilt die Taten deutlich. Die Institutsleitung hat rechtliche Schritte eingeleitet, die Berliner Polizei ermittelt.

Auf die Flagge folgten Schmierereien

Die Universität beschreibt in ihrem Originalstatement vom 23. Oktober eine Abfolge von Angriffen über mehrere Wochen. Während der Orientierungswoche wurde die Pride-Flagge vor dem Institut heruntergerissen. In der darauffolgenden Woche entdeckte man Hakenkreuze in einer Toilette. Seitdem kamen nach Angaben der Hochschule weitere rechtsextreme Schmierereien hinzu.

Die Leitung ordnet die Taten als Ausdruck von Queerfeindlichkeit und rechtsextremer Ideologie ein. Sie richteten sich gegen Menschen und ihre Rechte sowie gegen das gleichberechtigte Zusammenleben an der Universität. Mit der Stellungnahme macht die FU deutlich, dass sie hinter den Betroffenen steht.

Unterstützung für Betroffene

Studierende und Beschäftigte, die sich angegriffen, bedroht oder verunsichert fühlen, sichert die Hochschulleitung ihre Unterstützung zu. Menschen müssten unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität sicher lernen, arbeiten, lehren und forschen können.

Die Universität verweist dabei auf ihre Beratungs- und Unterstützungsangebote. Zugleich erklärt sie, die Aufklärung der Vorfälle und die polizeilichen Ermittlungen ausdrücklich zu unterstützen. Angaben zu möglichen Tatverdächtigen enthält die Mitteilung nicht.

Pride-Symbole werden angegriffen

Schon im Juli 2025 hatten die Berliner Hochschulleitungen nach der Zerstörung von Pride-Flaggen und Bannern an zwei Hochschulen gemeinsam Stellung bezogen. Sie betonten damals, dass diese Symbole für die Solidarität mit queeren Menschen stehen. Der aktuelle Fall betrifft nun das Institut für Theaterwissenschaft der FU.

Die jüngsten Angriffe zeigen für die Hochschulleitung erneut, dass ein diskriminierungsfreies Miteinander aktiv geschützt werden muss. Weitere Nachrichten aus der Hauptstadt findet ihr in unserer Berlin-Rubrik.

Das Wichtigste im Überblick

  • Am Institut für Theaterwissenschaft der FU Berlin wurde eine Pride-Flagge heruntergerissen.
  • Danach wurden Hakenkreuze und weitere rechtsextreme Schmierereien entdeckt.
  • Die Institutsleitung hat rechtliche Schritte eingeleitet; die Polizei ermittelt.
  • Die FU verurteilt die Taten und verweist Betroffene auf ihre Beratungsangebote.

(tb)

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