Ein Freund soll nicht in den Algerienkrieg ziehen müssen. Darin ist sich die Pariser Clique um Pollak Henri einig. Nur die Umsetzung bereitet Schwierigkeiten: Philosophieren und Diskutieren liegen den Intellektuellen und Lebenskünstlerinnen und Lebenskünstlern eher als praktische Solidarität. Georges Perecs Text „Was für ein kleines Moped mit verchromter Lenkstange steht dort im Hof“ erzählt von ihrem Versuch, den wehrpflichtigen Kumpel vor der Verschickung zu bewahren.
Unter dem Titel „Weil der Frieden Zucker ist!“ bringt Anita Vulesica diese Geschichte am Deutschen SchauSpielHaus erstmals auf die Bühne. Im Zentrum steht das Recht des Einzelnen, sich einem militarisierten Staat zu widersetzen. Die komische, anarchische Anlage des Textes trifft dabei auf die ernste Frage, wie sich Kriegsdienst verhindern lässt. Vulesica hat bereits Perecs „Die Maschine“ inszeniert; diese Arbeit wurde 2025 zum Theatertreffen eingeladen. Zur Besetzung des neuen Abends gehören Sandra Gerling, Moritz Grove, Christoph Jöde, Henni Jörissen und Matti Krause. Eine Blaskapelle wirkt ebenfalls mit.
Uraufführung: Samstag, 7. November 2026, 19:30 Uhr
Deutsches SchauSpielHaus Hamburg.
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