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Türklinke im Hintern Die britische Notaufnahme berichtet über pikante Erlebnisse

Von ms - 20.10.2026 - 14:30 Uhr
Türklinke im Hintern
Foto: IMAGO / Zoonar
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Türklinken, Lego-Steine und sogar Toilettenbürstenstiele: In englischen Krankenhäusern müssen Ärzte immer wieder ungewöhnliche Gegenstände aus dem Hintern und dem Enddarm von Patienten entfernen. Allein im Jahr 2022 suchten mehr als 1.500 Menschen wegen eines solchen Fremdkörpers eine Notaufnahme auf. Das geht aus den jetzt veröffentlichten Daten hervor, die von der britischen Nachrichtenagentur Press Association (PA) ausgewertet wurden.

Das Wichtigste im Überblick

  • Mehr als 1.500 Notfälle: Im Jahr 2022 suchten in England über 1.500 Menschen wegen eines Fremdkörpers im Hintern eine Notaufnahme auf.
  • Ungewöhnliche Gegenstände: Ärzte entfernten unter anderem Türklinken, Lego-Steine in Luftballons, Fernbedienungen, Zahnbürsten und Toilettenbürstenstiele.
  • Daten aus Krankenhäusern: Die britische Nachrichtenagentur Press Association wertete Informationen aus Anfragen an 106 Krankenhausträger aus. 
  • Ärzte appellieren an Betroffene: Bei entsprechenden Problemen sollte unverzüglich medizinische Hilfe gesucht werden, um weitere Verletzungen zu vermeiden.

Kreative Enddarm-Füllungen 

Die Angaben stammen aus Anfragen nach dem britischen Informationsfreiheitsgesetz (Freedom of Information Act, FOI), die die Nachrichtenagentur an Krankenhausträger in ganz England richtete. Die übermittelten Daten geben Einblick in eine Reihe ungewöhnlicher medizinischer Fälle. Auf den Listen finden sich neben Alltagsgegenständen auch Spielzeug und elektronische Geräte. Besonders auffällige Fälle wurden aus Krankenhäusern in Lewisham und Greenwich im Süden Londons gemeldet. Dort mussten medizinische Fachkräfte unter anderem eine Türklinke, eine Zahnbürste sowie Lego-Steine entfernen, die zuvor in Luftballons gesteckt worden waren.

Auch Krankenhäuser in Berkshire dokumentierten ungewöhnliche Vorfälle. In einem Fall befanden sich nach Angaben der Einrichtungen „sowohl eine Deodorantflasche als auch ein Toilettenbürstenstiel gleichzeitig“ im Enddarm eines Patienten. Zu den weiteren aufgeführten Gegenständen gehörten E-Zigaretten, Fernbedienungen, Kinderspielzeug, ein Cocktailrührstab und eine Bankkarte. Wie die Gegenstände jeweils in den Körper gelangten und welche Verletzungen sie verursachten, geht aus den veröffentlichten Angaben nicht hervor.

Vieles bleibt im Dunkeln 

Für ihre Auswertung hatte die Press Association insgesamt 106 Krankenhausträger in England angeschrieben. Die Nachrichtenagentur wollte erfahren, wie häufig Patienten seit 2022 wegen Fremdkörpern im Enddarm behandelt werden mussten und welche Gegenstände dabei entfernt wurden. Allerdings stellten nur elf der angeschriebenen Einrichtungen detaillierte Listen der entfernten Objekte zur Verfügung. Die veröffentlichten Beispiele bilden deshalb lediglich einen Ausschnitt der dokumentierten Fälle ab. Aus den Gegenstandslisten lässt sich nicht ableiten, wie häufig bestimmte Objekte landesweit vorkamen. Die Gesamtzahl von mehr als 1.500 Notaufnahme-Besuchen bezieht sich auf das Jahr 2022. Kurz gesagt, das ganze Ausmaß der sexuellen Analspiele und ihrer zumeist wohl kuriosen Ausreden bleibt im Dunkeln – wortwörtlich wie im übertragenen Sinne. 

Notfallmediziner warnen 

Angesichts der ungewöhnlichen Fälle betonen Mediziner, dass Betroffene keine Angst haben sollten, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Entscheidend sei eine schnelle und sichere Behandlung, nicht die Bewertung der Umstände. Chris Nordstrom, Facharzt für Notfallmedizin am Northwick Park Hospital im Nordwesten Londons, erklärte, bei solchen Vorfällen stehe das Wohl der Patienten im Mittelpunkt: „Unsere oberste Priorität besteht darin, eine sichere, mitfühlende und vorurteilsfreie Versorgung zu gewährleisten.“ 

Der Mediziner appellierte zugleich an Menschen, bei entsprechenden Schwierigkeiten nicht aus Scham auf ärztliche Hilfe zu verzichten oder den Krankenhausbesuch hinauszuzögern. „Wir ermutigen grundsätzlich jeden, der sich in einer solchen schwierigen Situation befindet, unverzüglich medizinische Hilfe aufzusuchen, anstatt weitere Verletzungen zu riskieren“, erklärte der Arzt. Fremdkörper im Enddarm können unter anderem Verletzungen und Blutungen verursachen. Versuche, festsitzende Gegenstände eigenständig zu entfernen, können die Situation zusätzlich verschlimmern.

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