Direkt zum Inhalt

Tod von Bob Mackie Sturz wurde Designer zum Verhängnis

Von ms - 15.10.2026 - 12:00 Uhr
Tod von Bob Mackie
Foto: IMAGO / AFF-USA
ANZEIGE
Loading audio player...

Rund einen Monat nach dem Tod des US-amerikanischen Modedesigners Bob Mackie sind neue Einzelheiten zu seinen letzten Lebenstagen bekannt geworden. Der schwule 87-Jährige starb demnach an den Folgen eines Sturzes. Das geht aus seiner Sterbeurkunde hervor, die dem US-Magazin Us Weekly vorliegt. Zuvor hatte ein Sprecher eine Lungenentzündung als Todesursache angegeben.

Das Wichtigste im Überblick

  • Neue Todesursache: Laut Sterbeurkunde starb Bob Mackie an einer Hirnblutung und einem stumpfen Schädeltrauma nach einem Sturz.
  • Frühere Angaben: Zunächst hatte ein Sprecher des Designers eine Lungenentzündung als Todesursache genannt.
  • Mackie stürzte am 11. September und starb drei Tage später im Alter von 87 Jahren in einem Krankenhaus in Palm Springs.
  • Der als „Sultan der Pailletten“ bekannte Designer wurde vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Cher weltberühmt.

Umstände des Sturzes

Laut dem Dokument erlitt Mackie bei einem Sturz am 11. September eine Subarachnoidalblutung und ein stumpfes Schädeltrauma. Bei einer Subarachnoidalblutung handelt es sich um eine Blutung zwischen zwei Hirnhäuten. Drei Tage nach dem Unfall, am 14. September, starb der Designer im Desert Regional Medical Center in Palm Springs im US-Bundesstaat Kalifornien. Sein Team hatte die Nachricht damals auf Instagram veröffentlicht: „Schweren Herzens müssen wir mitteilen, dass Herr Bob Mackie heute verstorben ist.“

Nach Bekanntwerden der Sterbeurkunde äußerte sich ein Vertreter Mackies zu den Umständen seines Todes. „Zur Klarstellung: Herr Mackie hielt sich im Gästehaus auf dem Anwesen seines langjährigen Designdirektors Joe McFate auf“, erklärte er. Der Designer sei zum Zeitpunkt des Unfalls nicht allein gewesen. „Als er stürzte, war eine medizinische Fachkraft bei ihm“, teilte der Sprecher mit. Zugleich bestätigte er, dass Mackie bereits gesundheitlich angeschlagen gewesen sei. „Er litt sowohl vor als auch nach seinem Krankenhausaufenthalt an einer Lungenentzündung.“ Berichten zufolge wurde der Leichnam des Designers am 17. September eingeäschert. Seine Asche wurde anschließend vor der Küste von San Diego County in Kalifornien im Meer verstreut.

Bob Mackie und Cher 

Mackie zählte zu den einflussreichsten Kostümdesignern der amerikanischen Unterhaltungsbranche. Wegen seiner extravaganten Entwürfe mit aufwendigen Stickereien, Perlen und glitzernden Verzierungen erhielt er den Spitznamen „Sultan of Sequins“ – „Sultan der Pailletten“. Besonders bekannt wurde er durch seine jahrzehntelange Zusammenarbeit mit Sängerin Cher. Seine spektakulären Bühnenkostüme prägten deren Erscheinungsbild ebenso wie den glamourösen Stil zahlreicher Fernsehshows.

Auch für die amerikanische Unterhaltungssendung The Carol Burnett Show entwarf Mackie aufwendige Kostüme. Seine Arbeiten beeinflussten über Jahrzehnte die Bühnenmode und den theatralischen Camp-Stil. In der Mitteilung zu seinem Tod würdigte sein Team die lebenslange Leidenschaft des Designers. Mackie habe sein Leben damit verbracht, „seinen Traum zu verwirklichen, Mode- und Kostümdesigner zu sein – denn das war alles, was er jemals tun wollte“.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

Süddeutsche ZeitungGen Z und Vorurteile: „Nimm die Piercings besser raus“DER STANDARDStaatsanwaltschaft will gegen Kickl wegen Verhetzung der queeren Community ermittelnBILDCSD-Terrorist Abdul Ballout - Justiz ließ ihn vor Anschlag immer wieder laufenSüddeutsche ZeitungVeranstaltung in Garching: Fundamentalistische Hassbotschaften im BürgerhausAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Sollte die geplante automatische Weitergabe sensibler Daten in Baden-Württemberg verhindert werden?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Neue Kritik an Meta

Warnung vor massiver Desinformation

Meta soll mindestens 29 LGBTIQ+-feindliche Accounts finanziell unterstützen. Vor den US-Wahlen wächst nun erneut die Kritik an dem Konzern.
Missbrauchsskandal in Italien

Volleyballtrainer unter Verdacht

Ein Volleyballtrainer aus Turin soll minderjährige Spieler sexuell missbraucht haben, die Minderjährigen sollen ihm Nacktfotos geschickt haben müssen.
40 Jahre Kampf gegen AIDS

ACT UP erinnert an HIV-Proteste

Mit besonderen Aktionen erinnert ACT UP an 40 Jahre HIV/AIDS-Aktivismus und sammelt Geld für neue internationale Protestaktionen.
Eklat um Chick-fil-A-Chef

Interview sorgt für Empörung

Chick-fil-A-Chef Andrew Cathy vermied jetzt erneut klare Aussagen zu LGBTIQ+-Rechten. Ein TV-Interview löst daraufhin heftige Kritik aus.
Teilerfolg in der Türkei

Gesperrte Konten wieder frei

Nach internationalem Protest sind viele Instagram-Konten queerer Vereine in der Türkei wieder sichtbar – doch Aktivisten bleiben inhaftiert.
Asylrecht unter Druck

Amnesty und LSVD+ warnen

LSVD+, Amnesty und 36 Vereine fordern die Bundesregierung auf, das Asylrecht zu verteidigen und eine Aufweichung von EU-Grundrechten zu verhindern.
Amoklauf in Bayern

Neue Details zum Hintergrund

Nach dem Amoklauf von Schongau lenkt ein von Queerfeindlichkeit und Rassismus geprägtes Manifest den Blick auf versäumte Präventionsmöglichkeiten.
Nacktheit bei Heated Rivalry

Intime Dreharbeiten ohne Grenzen?

Die Hauptdarsteller von „Heated Rivalry“ waren zu kompletten Frontalnacktaufnahmen bereit. Regisseur Jacob Tierney entschied sich jedoch dagegen.
Frauen und Schwulenpornos

Besonderer Reiz für die Damenwelt

Die Hälfte des Publikums schwuler Pornos auf Pornhub ist inzwischen weiblich. Studien zeigen, warum Frauen Sex zwischen Männern so interessant finden.