Direkt zum Inhalt

Trauer bei „Drag Race“ Lucian Piane tot: „Drag Race“-Komponist starb mit 46

Von tb - 13.10.2026 - 19:35 Uhr
Lucian Piane lächelt in einem grauen Anzug mit schwarzer Fliege vor einer Veranstaltungswand.
Foto: IMAGO / Avalon.red
ANZEIGE
Loading audio player...

Lucian Piane ist im Alter von 46 Jahren gestorben. Der Komponist, Songwriter und frühere Gastjuror gehörte zu den musikalischen Wegbegleitern von „RuPaul’s Drag Race“. Entertainment Weekly meldet unter Berufung auf Unterlagen der Gerichtsmedizin von Los Angeles seinen Tod am Montag, 12. Oktober 2026.

Das Wichtigste im Überblick

  • Lucian Piane wurde 46 Jahre alt.
  • Er starb am 12. Oktober 2026; die Nachricht wurde am Dienstag bekannt.
  • Piane schrieb und produzierte Musik für RuPaul und „Drag Race“.
  • US-Medien berichten über einen Verkehrsunfall in Glendale. Die rechtsmedizinische Todesursache war zunächst noch offen.

Was über den Tod bekannt ist

Entertainment Weekly verweist auf die behördlichen Unterlagen. People berichtet zudem nach Auskunft der Polizei von Glendale, ein Fußgänger sei an einer Kreuzung von einem Fahrzeug erfasst worden. Die Feuerwehr bestätigte dem Magazin einen entsprechenden Einsatz am frühen Montagmorgen und erfolglose Rettungsmaßnahmen, bestätigte dabei jedoch nicht selbst die Identität des Verstorbenen.

Nach Angaben von Us Weekly waren Todesursache und Todesart in den Unterlagen zunächst noch nicht abschließend festgestellt. Weitere Einzelheiten sollten deshalb nicht mit einem abgeschlossenen Untersuchungsergebnis gleichgesetzt werden.

Die Musik hinter „Drag Race“

In seiner offiziellen Biografie führt Piane die Arbeit an RuPauls Alben „Champion“, „Glamazon“ und „Born Naked“ auf. Auch die Titelmusik von „RuPaul’s Drag Race“ und „RuPaul’s Drag U“ zählt dort zu seinen Kompositionen. Seine Diskografie nennt unter anderem „Cover Girl“, „Sissy That Walk“ und „The Beginning“ sowie „RuPaul’s Drag Race: The Rusical“.

Diese Verbindung von Popmusik, Bühnenauftritt und Wettbewerb gehört zum Kern des Formats. Wer „Drag Race“ vor allem über die Queens und ihre Performances kennt, begegnet damit auch der Arbeit von Menschen hinter den Kulissen. Über einen weiteren Musikschaffenden aus diesem Umfeld berichteten wir bereits in unserem Nachruf auf Gabe Lopez.

Auch für Film und Theater tätig

Pianes Karriere reichte über das Drag-Franchise hinaus. Seine Biografie nennt die Zusammenarbeit mit Marc Shaiman bei „Team America“, „Hairspray“ und dem Broadway-Projekt „Martin Short: Fame Becomes Me“. Für seine Produktionsarbeit am Grammy-nominierten „Hairspray“-Soundtrack erhielt er demnach eine RIAA-Platinauszeichnung. Außerdem arbeitete er an Filmmusik und Songs für „Sorority Row“ und die Dokumentation „Making the Boys“.

Auf seiner Website steht zudem „Free Me“, gemeinsam mit Sia geschrieben. Die Bandbreite dieser Arbeiten zeigt, dass sein Name mit deutlich mehr als einer Fernsehrolle verbunden bleibt. Wie sich das Drag-Franchise auch in Deutschland entwickelt hat, liest du in unserem Beitrag über „Drag Race Germany“ und seine Queens.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

FalterLiteraturnobelpreisträgerin Anne Carson: Aus der Zeit gefallen, hoch aktuelltazKurswechsel in Ungarn: Anti-LGBTIQ+-Gesetze gekipptDER STANDARDOrbán-Lager serviert beim Thema LGBT alten Wein aus alten SchläuchenSüddeutsche ZeitungReform: Ungarn ändert umstrittenes Anti-LGBTQ-GesetzAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Sollte die geplante automatische Weitergabe sensibler Daten in Baden-Württemberg verhindert werden?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Alles Gute, Nana!

Eine Weltstimme feiert Geburtstag

Nana Mouskouri wird heute 92. Wir feiern ihre größten Lieder, ihr UNICEF-Engagement und eine Karriere, die auch die Travestiebühnen geprägt hat.
Trans*-Botschaft ausgeblendet

Wirbel um Bethany Antonias Shirt

Die BBC entfernt „Protect the Dolls“ von Bethany Antonias Shirt bei „Strictly“. Der Sender erklärt den Eingriff – Fans kritisieren ihn.
EIn sehr besonderer Fan

William Shatner und "Pillion"

„Star Trek“-Legende William Shatner ist begeistert vom schwulen BDSM-Film „Pillion“ und erzählt von einer ungewöhnlichen Begegnung.
Ian McKellen und die Liebe

Zwei Männer finden zueinander

Ian McKellen und Roger Allam spielen in „Frank & Percy“ zwei ältere Männer, die unerwartet die Liebe entdecken und ihr Leben neu betrachten.
Johnston verrät Details

Gerüchte um „Die Mumie 4“

Michael Johnston spricht über „Die Mumie 4“, dementiert ein Gerücht zu seiner Rolle und verspricht die Rückkehr von Rick und Evie sowie viel Action.
Harry Styles feiert Coming-Out

Pride-Flagge sorgt für Jubel

Harry Styles hilft einem Fan bei einem Konzert in New York beim Coming-Out und sorgt mit einer Pride-Flagge für einen bewegenden Moment.
Luis Gerardo Méndez

Schwuler Schauspieler setzt Zeichen

Der schwule Schauspieler Luis Gerardo Méndez fordert mehr LGBTIQ+-Sichtbarkeit, warnt vor gesellschaftlichen Rückschritten und spricht über „Animals“.
Dan Levy beschimpft Komiker

SNL-Monolog löst heftige Kritik aus

Nach sexistischen Witzen bei „Saturday Night Live“ kritisiert Schauspieler Dan Levy den Komiker Shane Gillis scharf. Millionen sehen seine Reaktion.
Aufregung am Hotelfenster

„Smallville“-Star reagiert mit Humor

Tom Welling wollte New York zeigen – doch die Fensterscheibe verriet mehr. Der „Smallville“-Star nimmt die Instagram-Panne offenbar gelassen.