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Dresden holt den EuroPride EuroPride 2029: Dresden erhält den Zuschlag

Von mg - 10.10.2026 - 17:54 Uhr
Dresden alleinige Bewerberin für Europride 2029
Foto: © iStock / Alexander Shelegov
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Dresden wird Gastgeber des EuroPride 2029. Der CSD Dresden e.V. hat am Samstag, 10. Oktober 2026, bei der Mitgliederversammlung der European Pride Organisers Association (EPOA) in Magdeburg den Zuschlag erhalten. Damit kehrt das europäische Pride-Event nach 25 Jahren nach Deutschland zurück: Zuletzt war Hamburg 2004 Gastgeber.

Brücken zwischen Ost und West

Die Bewerbung steht unter dem Motto „Turn Walls into Bridges“ – aus Mauern sollen Brücken werden. Der Dresdner CSD will damit Menschen über Ländergrenzen hinweg zusammenbringen und Verbindungen zwischen Ost und West, Generationen und unterschiedlichen Lebensrealitäten schaffen. Das Konzept verbindet queere Sichtbarkeit mit Begegnung, Kultur und dem Einsatz für Menschenrechte.

Die Jahreszahlen spielen dabei bewusst eine Rolle: 1969 erinnert an Stonewall und den Aufbruch der modernen Pride-Bewegung, 1989 an den Fall der Mauer. Vier Jahrzehnte später soll Dresden zum Treffpunkt einer europäischen Community werden. Der Anspruch der Organisatoren reicht über ein einzelnes Festival hinaus: Die Zusammenarbeit soll auch nach 2029 Bestand haben.

Programm von Mai bis Juni

In den Bewerbungsunterlagen ist für Dresden ein Veranstaltungszeitraum vom 14. Mai bis zum 3. Juni 2029 vorgesehen. Auf die Programmwochen soll am 26. Mai die offizielle Eröffnung folgen. Ein Pride Village auf dem Neumarkt ist vom 26. Mai bis zum 2. Juni geplant.

Zu den weiteren Vorhaben gehören eine Menschenrechtskonferenz vom 30. Mai bis zum 1. Juni im Deutschen Hygiene-Museum sowie eine Hauptbühne auf dem Altmarkt vom 31. Mai bis zum 2. Juni. Die genannten Termine und Orte stammen aus dem Bewerbungskonzept; die konkrete Ausgestaltung des Programms steht noch bevor.

Sachsen im europäischen Fokus

Dresden war die einzige bestätigte Bewerberin für die Ausgabe 2029. Der Zuschlag musste dennoch durch die Mitgliedsorganisationen der EPOA vergeben werden. Der Verband vertritt mehr als 200 Pride-Organisationen in über 40 Ländern und vergibt die EuroPride-Lizenz.

Mit der Entscheidung erhält die sächsische Landeshauptstadt eine internationale Bühne für die Anliegen von LGBTIQ+-Menschen. Die Bewerbung sieht ausdrücklich auch Verbindungen zu anderen Teilen Sachsens vor. Der EuroPride soll so nicht allein die Gastgeberstadt stärken, sondern die Zusammenarbeit innerhalb der queeren Bewegung über die Region hinaus fördern.

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