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Verknallt in Testosteron-Jesus Homophober YouTuber und die Männlichkeit des Heilands

Von ms - 06.10.2026 - 15:30 Uhr
Verknallt in Testosteron-Jesus
Foto: AI GENERATED - FASH Medien
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Ein „Ozean der Liebe“, brennende Augen und reichlich „Testosteron“: Der christliche Anti-LGBTIQ+-YouTuber Gabe Poirot hat eine bemerkenswert detaillierte und homoerotische Beschreibung von Jesus geliefert. Nach eigener Darstellung begegnete er ihm während eines 18-tägigen Komas – und räumt dabei auch mit dem Verdacht auf, der Sohn Gottes könnte ein eher sanfter Zeitgenosse sein.

Das Wichtigste im Überblick

  • Der christliche YouTuber Gabe Poirot behauptet, während eines Komas nach einem Skateboard-Unfall Jesus begegnet zu sein.
  • Bei Fox News beschrieb er Jesus als ausdrücklich männlich, etwa 1,80 Meter groß, stark „wie einen Mustang“ und voller Testosteron.  
  • Jesus sei nach seiner Darstellung weder „sanft“ noch „passiv“ und auch nicht einfach „irgendein toleranter Typ“. 
  • In den USA werde Jesus kulturell „falsch dargestellt“.
  • Der Influencer erreicht Millionen Menschen in sozialen Netzwerken und veröffentlichte wiederholt Beiträge gegen LGBTIQ+-Politik.
  • In der schwulen US-Community sorgt die homoerotische Schwärmerei für einen besonders männlichen Jesus Christus für Erheiterung.  

Erleuchtung im Koma 

Poirot berichtete beim US-Sender Fox News über seine angebliche Begegnung, Ausschnitte daraus verbreiten sich derzeit in den sozialen Netzwerken. Der Anlass für Poirots Fernsehauftritt war Werbung für sein Buch über das Treffen mit Jesus. Ausgangspunkt der Geschichte ist ein schwerer Unfall im Jahr 2021. Poirot war nach eigenen Angaben ohne Helm auf einem elektrischen Skateboard mit rund 48 Kilometern pro Stunde unterwegs. Er fuhr über eine Unebenheit, stürzte und schlug mit dem Schädel auf dem Asphalt auf. Poirot erlitt eine traumatische Hirnverletzung und lag anschließend 18 Tage im Koma.

Was während dieser Zeit geschah, darüber hat der YouTuber eine klare Vorstellung: Er sei Jesus begegnet. Fox-News-Moderatorin Kayleigh McEnany sagte in der Sendung „Saturday in America“, Poirot habe Jesus „von Angesicht zu Angesicht“ getroffen. Dabei betonte er, die Darstellung Jesu in den USA entspreche nicht der Person, der er während seines Komas begegnet sein will. „Es gibt so viele kulturelle Dinge, die ihn so darstellen, als wäre er einfach irgendein toleranter Typ. Das ist nicht der Jesus, den ich getroffen habe.“

Testosteron-Jesus mit Löwen-Vibes

Sein Jesus fällt deutlich kraftvoller aus. „Er ist ein Löwe, aber er ist kein Löwe, der auf mich wütend ist, er ist ein Löwe, der für mich wütend ist. Er ist ein Mustang, der für mich eintritt. Er hat alles für mich getan.“ Beim Löwen und Mustang sollte es allerdings nicht bleiben. Poirot lieferte auch eine erstaunlich konkrete Beschreibung der Erscheinung Jesu. Demnach habe der Heiland wie „reines Feuer“ ausgesehen, sagte der YouTuber weiter. Er „war vielleicht sechs Fuß groß und doch so groß wie die Ewigkeit. Wie ein Ozean der Liebe, und doch brannten seine Augen gleichzeitig weiß und rot … wenn wir von Testosteron sprechen! Wie ein Mustang. Ich sage euch, er ist der Löwe von Juda, und in seiner Stimme liegt ein Brüllen.“ Damit wäre zumindest die ungefähre Körpergröße geklärt: Rund 1,80 Metern. Bei der Größe „der Ewigkeit“ stößt das metrische System naturgemäß an Grenzen. Schwule können das mitunter sicherlich nachvollziehen, bei Schwärmereien über gewisse Größen verrutschen gerne einmal die wahren Größenverhältnisse. 

Heiterkeit in der Gay-Community 

Außerdem sei Jesus Christus weder „sanft“ noch „passiv“, also übersetzt damit wohl eher ein Power-Top. Vielleicht erklären sich so auch seine Clique aus zwölf Jüngern? Gerade Poirots verliebte homoerotische Ausführungen über Männlichkeit und „Testosteron“ sorgen zumindest in sozialen Netzwerken seitdem für Aufmerksamkeit und viel Heiterkeit. Insbesondere viele schwule Nutzer fühlen sich stark erheitert, wenn der homophobe Influencer von echter Männlichkeit schwärmt. Erstaunlich für einen Mann, der seinen Millionen Followern auf YouTube, Facebook und Instagram ansonsten krude Theorien über angebliche Kindersexringe in der LGBTIQ+-Community nahebringt. Auch von „woker“ LGBTIQ+-Inklusion an Schulen hält Poirot gar nichts. Vielleicht kann der Testosteron-Jesus bei einem möglichen zweiten Meeting hier für mehr Klarheit sorgen. 

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