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Danger Dans Coming-Out Ein Liebeslied wird zum rückwirkenden Outing

Von ms - 28.09.2026 - 08:15 Uhr
Danger Dans Coming-Out
Foto: IMAGO / Hartenfelser
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Der Musiker Danger Dan hat erstmals ausführlich über eine frühere Beziehung mit einem Mann gesprochen. Der 43-Jährige, der mit bürgerlichem Namen Daniel Pongratz heißt, erklärte zugleich, weshalb für ihn nun der Zeitpunkt gekommen sei, ein schwules Liebeslied zu veröffentlichen. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Danger Dan hat erstmals öffentlich über eine frühere Beziehung mit einem Mann gesprochen.
  • Der Musiker sagt, er habe sich „nie als besonders hetero erlebt“, sich aber auch nicht als schwul oder bi eingeordnet.
  • Auf seinem neuen Album „Keine Angst“, das am 2. Oktober erscheint, thematisiert er die Beziehung zu seinem Ex-Freund.
  • Den Song „Warum es nicht geklappt hat“ spielte er beim Christopher Street Day in Görlitz erstmals öffentlich.
  • Danger Dan bezeichnete den Schritt als sein „rückwirkendes Coming-Out“.
  • Zugleich sprach der 43-Jährige über seine fortschreitende Erblindung infolge der erblichen Augenkrankheit Retinitis pigmentosa.

Beziehung zu einem Mann

Eine eindeutige Einordnung seiner eigenen sexuellen Orientierung habe für ihn dabei lange keine besondere Rolle gespielt. „Ich habe mich zwar nie als besonders hetero erlebt, aber auch nicht als schwul oder bi. Mir war sowas immer recht schnurz“, sagte Danger Dan dem Tagesspiegel. Seine frühere Beziehung zu einem Mann greift der Musiker nun auch künstlerisch auf. Auf seinem neuen Album „Keine Angst“, das am 2. Oktober erscheint, singt er unter anderem über seinen Ex-Freund. Als einen Grund für den Zeitpunkt der Veröffentlichung nannte Danger Dan die Bedrohung queerer Veranstaltungen durch Islamisten und Nazis. Für ihn sei deshalb nun der richtige Moment für ein schwules Liebeslied gekommen. Seine Haltung dazu formulierte er mit den Worten: „Ich solidarisiere mich nicht nur mit euch, sondern ich bin einer von euch.“

Lied über Ex-Freund

Beim Christopher Street Day (CSD) in Görlitz präsentierte Danger Dan den Song „Warum es nicht geklappt hat“ nach eigenen Angaben erstmals öffentlich. Darin setzt sich der Musiker mit seiner früheren Beziehung zu einem Mann auseinander. Rückblickend habe er diese Beziehung nicht in gleicher Weise behandelt wie seine heterosexuellen Beziehungen, sagte Danger Dan. Seinem Ex-Freund habe er deshalb noch ein Liebeslied geschuldet.

Die öffentliche Aufführung des Stücks verband der Musiker zugleich mit einer persönlichen Einordnung. „Wenn man so will, ist es mein rückwirkendes Coming-Out gerade“, sagte er bei der Veranstaltung. Damit macht Danger Dan einen Teil seines Privatlebens öffentlich, den er bislang nicht in dieser Form thematisiert hatte. Auf seinem neuen Album erhält die frühere Beziehung nun einen eigenen musikalischen Platz.

Augenkrankheit verändert Alltag

Neben seiner früheren Beziehung sprach Danger Dan in dem Interview auch über eine gesundheitliche Entwicklung, die seinen Alltag zunehmend beeinflusst. Der Musiker leidet an Retinitis pigmentosa, einer erblichen Augenkrankheit, die bei ihm zu einer fortschreitenden Erblindung führt. Die Diagnose habe für ihn einen Wendepunkt in seiner Biografie dargestellt. Mit der Erkrankung verbinde er zugleich eine veränderte Perspektive auf das eigene Leben. „Die Konfrontation mit der eigenen Endlichkeit kann, so bitter sie ist, daran erinnern, wie wertvoll jeder Augenblick ist“, sagte Danger Dan.

Die Folgen der Erkrankung machen sich inzwischen auch bei seinen Auftritten bemerkbar. Hinter der Bühne sei er häufig darauf angewiesen, dass ihm jemand mit einer Taschenlampe den Weg leuchte. Auch auf der Bühne wurden Vorkehrungen getroffen, um dem Musiker die Orientierung zu erleichtern. Auf seinem Klavierhocker befindet sich ein neonfarbenes Kreuz. Dieses soll ihm dabei helfen zu erkennen, an welcher Stelle er sich hinsetzen muss.

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