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Trauer um Harriet Hancock Amerika verliert wichtige LGBTIQ+-Vorkämpferin

Von ms - 25.09.2026 - 08:30 Uhr
Trauer um Harriet Hancock
Foto: The Harriet Hancock Center)
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Die US-amerikanische LGBTIQ+-Aktivistin Harriet Hancock ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Hancock gehörte zu den prägenden Persönlichkeiten der LGBTIQ+-Bürgerrechtsbewegung in den USA und speziell in South Carolina und war unter anderem an der Organisation des ersten Pride-Marsches des Bundesstaates beteiligt. Das nach ihr benannte Harriet Hancock Center teilte ihren Tod nun auf Facebook mit.

Das Wichtigste im Überblick

  • Harriet Hancock ist im Alter von 89 Jahren und wenige Tage vor ihrem 90. Geburtstag gestorben.
  • Mehr als 40 Jahre lang engagierte sie sich für LGBTIQ+-Menschen und verschiedene Organisationen in South Carolina.
  • 1990 half sie, den ersten Pride-Marsch des Bundesstaates mit mehr als 2.000 Teilnehmern zu organisieren.
  • Hancock gründete 1982 in Columbia einen Ortsverband von PFLAG und war 1985 Mitbegründerin der Palmetto AIDS Life Support Services (PALSS).
  • Sie galt als „Mutter des Pride in South Carolina“.

Jahrzehntelanges Engagament 

Hancock engagierte sich mehr als 40 Jahre lang für verschiedene Organisationen in der Region Midlands in South Carolina. Sie starb nur wenige Tage vor ihrem 90. Geburtstag. Das Harriet Hancock Center würdigte in seiner Mitteilung die gesellschaftlichen Veränderungen, die Hancock während ihres jahrzehntelangen Engagements miterlebt hatte. „Harriet lebte lange genug, um ein South Carolina zu erleben, das sich auf eine Weise verändert hatte, die man sich kaum hätte vorstellen können, als sie mit dieser Arbeit begann. Sie wusste aber auch, dass diese Arbeit noch nicht abgeschlossen war.“ Eine wichtige Rolle spielte Hancock beim ersten Pride-Marsch in South Carolina. 1990 half sie dabei, die Demonstration zu organisieren. Mehr als 2.000 Menschen zogen damals über die Main Street zum State House in der Hauptstadt Columbia. Wegen ihres langjährigen Engagements galt Hancock als „Mutter des Pride in South Carolina“.

Engagement nach Coming-Out ihres Sohnes

Der Ausgangspunkt für Hancocks Aktivismus lag in ihrer eigenen Familie. Ihr Sohn Greg outete sich ihr gegenüber 1980. Zwei Jahre später gründete Hancock in Columbia einen Ortsverband von Parents, Families, and Friends of Lesbians and Gays (PFLAG). Die Organisation unterstützt LGBTIQ+-Menschen und ihre Familien. Ihre örtlichen Gruppen bieten unter anderem gegenseitige Unterstützung und setzen sich für die Interessen von LGBTIQ+-Menschen ein.

Hancocks Engagement beschränkte sich nicht auf die LGBTIQ+-Bürgerrechtsbewegung. Während der Aids-Epidemie der 1980er Jahre beteiligte sie sich am Aufbau von Unterstützungsangeboten für Betroffene. 1985 war sie Mitbegründerin der Palmetto AIDS Life Support Services (PALSS). Die Aids-Krise führte damals angesichts weitverbreiteter Stigmatisierung und mangelnden staatlichen Handelns zur Entstehung zahlreicher gemeinschaftlich organisierter Hilfsangebote und Netzwerke gegenseitiger Unterstützung. Hancocks Engagement wirkt auch über die nach ihr benannte Einrichtung weiter. Das Harriet Hancock Center bezeichnet sich als erstes LGBTIQ+-Ressourcenzentrum in South Carolina. Zugleich ist es das einzige LGBTIQ+-Gemeinschaftszentrum des Bundesstaates, dessen Angebote Menschen aller Altersgruppen offenstehen.

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