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Absage an bisexuelle Männer Neue Dating-Umfrage zeigt deutliche Unterschiede

Von ms - 24.09.2026 - 14:00 Uhr
Vorbehalte gegen bisexuelle Männer
Foto: iStock / MesquitaFMS
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Heterosexuelle Frauen können sich deutlich seltener eine Beziehung mit einem bisexuellen Mann vorstellen als heterosexuelle Männer mit einer bisexuellen Frau. Das geht aus einer neuen YouGov-Umfrage hervor, die anlässlich der aktuellen Woche der bisexuellen Sichtbarkeit veröffentlicht wurde.

Das Wichtigste im Überblick

  • Laut einer neuen YouGov-Umfrage würden nur 19 Prozent der heterosexuellen Frauen einen bisexuellen Mann daten, 66 Prozent würden dies nicht tun.
  • Bei heterosexuellen Männern zeigt sich ein anderes Bild: 53 Prozent würden eine bisexuelle Frau daten, 35 Prozent lehnen dies ab.
  • Als Gründe für die Ablehnung werden persönliche Präferenzen, Sorgen vor Untreue und Unsicherheiten über die Bedürfnisse bisexueller Partner genannt.
  • Auch unter Schwulen und Lesben gibt es Vorbehalte. Besonders deutlich fallen die Altersunterschiede bei lesbischen Frauen aus.
  • Insgesamt wurden rund 6.000 Menschen befragt. 48 Prozent äußerten sich positiv über bisexuelle Menschen, acht Prozent negativ.

Nein zu bisexuellen Männern 

In der Studie erklärten 19 Prozent der befragten heterosexuellen Frauen, dass sie einen bisexuellen Mann daten würden. 66 Prozent gaben dagegen an, dies nicht tun zu wollen. Unter heterosexuellen Männern fällt das Verhältnis anders aus: 53 Prozent wären nach eigenen Angaben bereit, eine bisexuelle Frau zu daten. 35 Prozent lehnten dies ab. Für die Untersuchung wurden insgesamt 5.983 Menschen in Großbritannien befragt. Über alle Befragten hinweg äußerten sich 48 Prozent positiv über bisexuelle Menschen. Acht Prozent hatten eine negative Meinung, die übrigen Befragten positionierten sich neutral.

Angst vor Untreue 

YouGov fragte diejenigen heterosexuellen Teilnehmer, die keine bisexuelle Person des anderen Geschlechts daten wollten, auch nach ihren Beweggründen. 16 Prozent der Frauen und 19 Prozent der Männer erklärten lediglich, sie würden es „nicht tun“, oder bezeichneten ihre Haltung als „persönliche Präferenz“. Daneben spielten konkrete Vorbehalte gegenüber Bisexualität eine Rolle. 17 Prozent der heterosexuellen Frauen und 16 Prozent der heterosexuellen Männer äußerten die Sorge, dass bisexuelle Menschen eher fremdgehen könnten. Einige Befragte waren zudem unsicher, ob sie die Bedürfnisse eines bisexuellen Partners erfüllen könnten. Neun Prozent der heterosexuellen Frauen gaben an, Ekel oder Unbehagen gegenüber Männern mit homosexuellen Erfahrungen zu empfinden. Zehn Prozent der heterosexuellen Männer bezeichneten Bisexualität aus religiösen oder moralischen Gründen als „falsch“.

Vorbehalte bei Homosexuellen 

Vorbehalte gegenüber bisexuellen Partnern gibt es der Untersuchung zufolge nicht ausschließlich unter Heterosexuellen. YouGov befragte auch schwule und lesbische Menschen. Dabei zeigte sich insbesondere ein Zusammenhang mit dem Alter. Unter lesbischen Frauen zwischen 18 und 34 Jahren erklärten zehn Prozent, keine bisexuelle Frau daten zu wollen. Bei den 35- bis 54-Jährigen waren es 21 Prozent. Unter lesbischen Frauen ab 55 Jahren stieg der Anteil auf 53 Prozent.

Bei schwulen Männern waren die Unterschiede zwischen den Altersgruppen weniger ausgeprägt. Fünf Prozent der 18- bis 34-Jährigen wollten keinen bisexuellen Mann daten. Unter den über 55-Jährigen waren es 18 Prozent. Allerdings sank mit zunehmendem Alter auch die besonders hohe Bereitschaft: 71 Prozent der schwulen Männer zwischen 18 und 34 Jahren bezeichneten sich als „sehr bereit“, einen bisexuellen Mann zu daten. Unter den über 55-Jährigen waren es noch 36 Prozent.

Homosexuelle und Bisexuelle 

Über alle Altersgruppen hinweg gab jede fünfte lesbische Frau – 20 Prozent – an, keine bisexuelle Frau daten zu wollen. Bei bisexuellen Frauen waren es drei Prozent und bei bisexuellen Männern neun Prozent. Unter schwulen Männern erklärte etwa jeder Neunte, also elf Prozent, keinen bisexuellen Mann daten zu wollen. Bei bisexuellen Männern und Frauen lag der entsprechende Anteil zwischen zehn und 15 Prozent.

Matthew Smith, Leiter des Datenjournalismus bei YouGov, verwies auf weniger häufig genannte Begründungen der Befragten. „Ein kleiner Teil der Menschen gab weniger verbreitete Antworten, etwa die Überzeugung, dass Bisexuelle polyamore oder offene Beziehungen wünschen (3–5 Prozent); die Ansicht, Bisexuelle seien verwirrt, unentschlossen oder ‚in Wirklichkeit schwul‘ (2 Prozent); die Annahme, eine Beziehung mit einer bisexuellen Person wäre ‚kompliziert‘ (2 Prozent); die Ansicht, Bisexuelle seien promiskuitiver (1 Prozent); oder offenbar die Verwechslung bisexueller mit transgender Personen (1 Prozent).“ Veröffentlicht wurden die Ergebnisse während der aktuellen Woche der bisexuellen Sichtbarkeit, die auch als BiWeek bezeichnet wird. Sie soll die Sichtbarkeit bisexueller Menschen erhöhen und die Community feiern.

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