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Aufregung im Bundestag Provokanter Rundgang von Brückner und Rapper Kok

Von ms - 21.09.2026 - 10:30 Uhr
Aufregung im Bundestag
Foto: IMAGO / dts Nachrichtenagentur
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Ein Rundgang durch den Bundestag ist zum Auslöser einer Kontroverse geworden. Der Linken-Abgeordnete und queerpolitische Sprecher Maik Brückner hat gemeinsam mit dem Rapper Baran Kok ein Video auf Instagram veröffentlicht. Darin zeigen die beiden verschiedene Bereiche des Parlaments – unter anderem Sitzungssäle, unterirdische Verbindungen und die Reichstagskuppel.

Das Wichtigste im Überblick

  • Ein Instagram-Video des Linken-Abgeordneten Maik Brückner aus dem Bundestag sorgt für Kritik.
  • Gemeinsam mit dem Rapper Baran Kok spricht Brückner unter anderem über Drogen, Sex, Homosexualität und die AfD.
  • Bundestagspräsidentin Julia Klöckner reagiert laut ihrem Umfeld „über den Inhalt und den Sprachgebrauch äußerst irritiert“.
  • Zu vermeintlicht ungeouteten Politikern sagt Kok: „Du lutschst Schwänze. Wir lutschen das Gleiche."

Schwulen-Sex und Drogen 

Für viel Aufmerksamkeit sorgt vor allem das Gespräch, das sie während des Rundgangs führen. Dabei geht es in teils drastischer Sprache um Drogen, Sex und Homosexualität. Brückner spricht unter anderem über rechtsextreme Politiker und Fälle, in denen Politiker bei schwulen Sexpartys mit Drogen erwischt worden seien. Wörtlich sagt er: „Man hat ja ständig irgendwelche rechtsextremen Politiker, die dann halt so auf einer schwulen Sexparty mit Drogen erwischt werden“. Kok erwidert: „Die, die am lautesten bellen, sind immer die, die am Ende selbst gay sind oder selbst was haben“. Brückner stimmt ihm zu und sagt, die Betroffenen müssten dann belegen, dass sie selbst nicht schwul seien.

Auch die politische Auseinandersetzung mit der AfD wird in dem Gespräch aufgegriffen. Brückner sagt: „Bei allen Leuten von der AfD, die so heftig gegen Queers hetzen, denke ich immer: Come on, in zwei Jahren …“ Kok setzt unmittelbar danach mit einer eindeutigen Äußerung nach: „Du lutschst Schwänze. Wir lutschen das Gleiche. Du und ich, wir sind gleich, eigentlich. Ich komme nur darauf klar und du nicht.“ Im weiteren Verlauf des Gesprächs fallen weitere derbe Beschreibungen und weitere sexuelle Anspielungen. 

Klöckner „äußerst irritiert“

Bei Brückners Followern stößt der Beitrag größtenteils auf Zustimmung. In der Kommentarspalte schreibt eine Nutzerin: „Ich möchte nur noch solchen Content aus dem Bundestag sehen“. Deutlich kritischer fällt nach Informationen des Tagesspiegels die Reaktion aus dem Umfeld von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner aus. Die CDU-Politikerin kenne das Video, heißt es einem Bericht von Politico zufolge aus ihrem Umfeld. Sie sei „über den Inhalt und den Sprachgebrauch äußerst irritiert“. Nach ihrer Auffassung werde der Beitrag der Würde des Parlaments in keiner Weise gerecht. Aus ihrem Umfeld heißt es demnach dazu: „Ihrer Auffassung nach ist es Aufgabe der Abgeordneten, das Hohe Haus in Ton, Auftreten und Sprache angemessen zu repräsentieren – und nicht, es derart vorzuführen“.

Brückner äußerte sich zunächst nicht auf eine Anfrage des Tagesspiegels zu Klöckners Kritik. Eine mögliche Einordnung seinerseits findet sich allerdings in dem Video selbst. Dort sagt der queerpolitische Sprecher: „Queer sein und öffentlich sein, feiern, und Spaß haben, witzig sein – das ist halt auch politisch, würde ich sagen“. Kok erklärt anschließend, queere Menschen würden durch eine dauerhaft negative Darstellung ihrer Situation zu Opfern, wenn sie sich ständig nur beschwerten. Deshalb, sagt der Rapper zu Brückner: „Und deswegen feiere ich dich so“, weil der Abgeordnete dies „in einer sehr humorvollen Art und Weise“ mache.

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