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Wiesn-Start in München Heidi Klum und Bill Kaulitz feiern beim Gay Sunday

Von ms - 21.09.2026 - 08:30 Uhr
Kreislaufprobleme beim Wiesn-Start
Foto: IMAGO / APress International
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Für Münchens schwulen Oberbürgermeister Dominik Krause hat der traditionelle Trachten- und Schützenzug am Sonntag bei der Wiesn früher geendet als geplant. Der 36-jährige Grünen-Politiker musste seine Teilnahme wegen Kreislaufproblemen abbrechen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause musste den traditionellen Trachten- und Schützenzug am Sonntag wegen Kreislaufproblemen vorzeitig verlassen.
  • Der 36-jährige Grünen-Politiker ist seit Mai 2026 Oberbürgermeister.
  • Der rund sieben Kilometer lange Zug führte vom Maxmonument durch die Innenstadt bis zur Theresienwiese.
  • Mehr als 8000 Trachtler, Schützen und Musiker aus 148 Gruppen nahmen in diesem Jahr teil.
  • Krause war bis zum Odeonsplatz dabei und pausierte anschließend. Seinen geplanten Wiesn-Termin am Abend sagte er vorsichtshalber ab.
  • Beim Fassanstich am Samstag hatte Krause seine erste große Wiesn-Prüfung bestanden: Das erste Bierfass zapfte er mit zwei Schlägen an.
  • Beim traditionellen Gay Sunday in der Bräurosl überraschte Heidi Klum am Sonntagabend die Gäste.
  • Die 53-Jährige sang im rosa Dirndl „Sunglasses at Night“ von Corey Hart.
  • Klum verabschiedete sich mit den Worten: „Bleibt laut, bleibt stark. Ich liebe euch alle. Be safe!“
  • Auch Klums Schwager Bill Kaulitz war am Sonntag auf dem Oktoberfest unterwegs, allerdings in einem anderen Festzelt.

Festzug vorzeitig beendet

Zunächst hatte der Umzug für den Rathauschef gut gelaunt begonnen. Gemeinsam mit seinem Verlobten Sebastian Müller nahm er am Start des traditionsreichen Zuges teil und winkte den Zuschauern zu. Doch ungefähr auf halber Strecke war Schluss: Krause musste seine Kutsche verlassen und den weiteren Weg zur Theresienwiese auslassen. Der Trachten- und Schützenzug zählt zu den großen traditionellen Veranstaltungen rund um das Münchner Oktoberfest. Die Strecke ist etwa sieben Kilometer lang und führt vom Maxmonument an der Maximilianstraße durch die Innenstadt bis zum Festgelände auf der Theresienwiese.

In diesem Jahr waren mehr als 8.000 Trachtler, Schützen und Musiker aus 148 Gruppen dabei. Sie bewegten sich zu Fuß, zu Pferd, auf Brauerei-Festwagen und in festlich geschmückten Kutschen durch München. Entlang der Strecke verfolgten Tausende Menschen das Geschehen. Für Krause, der erst seit Mai 2026 Oberbürgermeister der bayerischen Landeshauptstadt ist, endete die Teilnahme damit vorzeitig. Das sommerliche Wetter dürfte die Belastung zusätzlich erhöht haben. 

Sprecher: „Halb so wild“

Wie es Krause nach dem Abbruch ging, erklärte sein Sprecher Ulrich Lobinger gegenüber der Bild-Zeitung. „Der OB war heute Morgen vom Start des Umzugs bis zum Odeonsplatz dabei, hatte dann aber ein bisschen Kreislaufprobleme. Er pausiert deswegen jetzt, damit er morgen wieder fit ist. Halb so wild.“ Vorsichtshalber verzichtete Krause am Sonntagabend auch auf seinen geplanten Auftritt beim Anstich im Bräurosl-Zelt. Ganz ohne Erfolgserlebnis war sein Wiesn-Wochenende dennoch nicht. Einen Tag zuvor hatte der neue Oberbürgermeister beim traditionellen Anstich des ersten Bierfasses in der Schottenhamel-Festhalle einen gelungenen Einstand gefeiert. Lediglich zwei Schläge benötigte Krause, ehe das Bier floss.

Klum greift zum Mikrofon

Während Krause seine Teilnahme am Wiesn-Programm aus gesundheitlichen Gründen abbrechen musste, sorgte Heidi Klum am Sonntagabend für eine unerwartete Einlage. Die 53-jährige Moderatorin und Model-Mama tauchte beim traditionellen Gay Sunday im Festzelt Bräurosl auf. Kurz darauf stand sie selbst auf der Bühne und sang vor dem Publikum. Nach einem Bericht der Abendzeitung kam Klum gegen 20 Uhr auf die Bühne. Klum trug ein rosa Dirndl und sang den 80er-Jahre-Hit „Sunglasses at Night“ von Corey Hart. Mit DJ Tiësto hatte sie das Lied bereits 2024 neu aufgenommen. Ihre Version diente damals als Titelsong ihrer Fernsehsendung „Germany's next Topmodel“. Der Auftritt war offenbar nicht angekündigt worden. Für die Besucherinnen und Besucher des Festzelts kam er deshalb überraschend.

Tausende feiern Heidi Klum

Der erste Sonntag des Oktoberfests steht in der Bräurosl traditionell im Zeichen des Gay Sunday. Die Veranstaltung gilt seit Jahrzehnten als Treffpunkt der schwulen Community und zieht Tausende Menschen aus München und aus aller Welt an. Mehr als 8.000 Gäste sollen in diesem Jahr in dem Festzelt gewesen sein, ohne vorher von Klums Auftritt gewusst zu haben. Entsprechend groß war die Reaktion: Nach den Berichten wurde die Sängerin mit langem Applaus und „Heidi, Heidi, Heidi“-Rufen empfangen. Auch Klum wandte sich zum Abschluss noch einmal an das Publikum. „Bleibt laut, bleibt stark. Ich liebe euch alle. Be safe!“, sagte sie. Ausschnitte ihres Auftritts sind zudem auf einem Instagram-Video der Bräurosl zu sehen.

Dass Klum für ihren Auftritt im Bräurosl in ein Dirndl schlüpfen würde, hatte sie zuvor bereits auf Instagram gezeigt. In einem kurzen Video dokumentierte sie die Vorbereitungen für ihren Wiesn-Besuch. Dabei war zu sehen, wie die 53-Jährige ihr eng anliegendes rosa Dirndl zuknöpfte. Für Klum war der Besuch beim Gay Sunday zugleich ihr erster Aufenthalt auf dem diesjährigen Oktoberfest. In München hält sie sich derzeit wegen der Dreharbeiten für die neue Staffel von „GNTM“ auf. Ganz ohne Oktoberfest-Atmosphäre war sie allerdings schon zuvor nicht geblieben. Bereits am Donnerstag hatte Klum im Münchner Hofbräuhaus mit rund 900 Gästen ihr „HeidiFest“ gefeiert.

Auch Bill Kaulitz feiert auf der Wiesn

Während Heidi Klum im Bräurosl auf der Bühne stand, war auch ihr Schwager Bill Kaulitz auf dem Münchner Oktoberfest unterwegs – und wahrscheinlich wieder auf Männerfang. Der 37-Jährige feierte allerdings in einem anderen Zelt. Kaulitz besuchte die Käfer Wiesn-Schänke und nahm dort am sogenannten Almauftrieb teil. Bei der Promi-Veranstaltung waren unter anderem Wayne Carpendale, Laura Wontorra, Evelyn Burdecki und der ehemalige FDP-Spitzenpolitiker Christian Lindner dabei. Damit sorgten sowohl Krauses unfreiwilliger Abbruch als auch Klums überraschender Bühnenauftritt am Sonntag für besondere Momente auf der Münchner Wiesn.

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