Erik Charell brachte in den 1920er Jahren frischen Wind in Operette und Revue. Der Tänzer, Regisseur, Produzent und Drehbuchautor verwandelte traditionelle Formen in moderne Jazz-Spektakel und landete mit „Im weißen Rössl am Wolfgangsee“ seinen größten Erfolg. 1933 musste Charell als schwuler Jude Deutschland verlassen, nach dem Krieg setzte er seine Karriere fort. Die AHA Berlin erinnert nun mit „Bühne der Träume“ an sein bewegtes Leben und seine Arbeit.
Moritz Kurtz übernimmt die Rolle Charells, dazu stehen unter anderem Margarete Huber, Heiko Reissig, Markus Bongartz und Maren Arnhold auf der Bühne. Lieder und Filmausschnitte verbinden Biografie und Revuegeschichte. Am Klavier sitzt Jens Lietzke, Buch und Regie stammen von Markus Hagel. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Die Revue erinnert zugleich daran, wie stark Charell die moderne Unterhaltung prägte und welche Brüche Verfolgung und Exil in seine Laufbahn rissen. Ein Abend über einen Theatermacher, dessen Karriere eng mit der Berliner Unterhaltungskultur und ihrer queeren Geschichte verbunden ist.
3. Oktober 2026, 20:00 Uhr, AHA-Berlin e.V., Berlin